Weltreiterspiele in RomIsabell Werth wieder Dressur-Weltmeisterin

Die Traumkür des schönen Gigolo

dpa Rom - Isabell Werth hat ihren Titel bei den Dressur-Weltmeisterschaften in Rom erfolgreich verteidigt. Die 29 Jahre alte Doppel-Olympiasiegerin aus Rheinberg setzte sich auf ihrem 15 Jahre alten Hannoveraner Wallach Gigolo in der Kür mit Musik gegen ihre niederländische Herausforderin Anky van Grunsven (30) auf Bonfire durch.

Nach dem Grand Prix, dem Grand Prix Special und der Kür hatte Isabell Werth einen Vorsprung in der Gesamtwertung von nur 0,33 Prozentpunkten. Die Bronzemedaille sicherte sich Ulla Salzgeber (Bad Wörishofen) mit Rusty.

Nie stand Anky van Grunsven dichter vor ihrem Traum, einmal in einem bedeutenden internationalen Wettbewerb bessere Noten als ihre ewige Konkurrentin zu erhalten. Als sie ihre Kür beendet hatte, gab es denn auch viel Beifall. Als dann die Noten kamen, pfiffen etliche Zuschauer. Letztlich hatte die Titelverteidigerin aufgrund einer starken Leistung nach der Musik "Just a Gigolo" und "My Way" aber verdient gewonnen.

Vierte wurde Karin Rehbein (Grönwohld) auf ihrem 17 Jahre alten Zuchthengst Donnerhall, der in Rom seinen letzten internationalen Auftritt hatte.

Weltmeister in der Military wurde der Neuseeländer Blyth Tait auf Ready Teddy vor seinem Teamgefährten Mark Todd auf Broadcast News und der Schwedin Paula Tornqvist.

Pech hatten die deutschen Reiterinnen bei den Weltreiterspielen in Rom. Europameisterin Bettina Overesch aus Rheine, die nach Dressur und Gelände an zweiter Stelle lag, konnte mit ihrem Schimmel Watermill Stream wegen Blutergüssen in beiden Vorderhufen ihres Pferdes zum Springen nicht mehr antreten. Inken Johannsen aus Tornesch stürzte mit Brilliante und belegte am Ende nur den 29. Platz.

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