Airbag Baby-Tod bleibt rätselhaft

dpa München - Der Tod der drei Monate alten Franziska durch einen Airbag in Bayern ist nach wie vor ungeklärt. Er sei nicht auf einen Fehler bei der Stillegung des Luftsacks zurückzuführen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Landshut nach Vorlage eines technischen Gutachtens. Die Werkstatt habe den Airbag ordnungsgemäß deaktiviert. Es sehe auch nicht danach aus, daß der in einen VW Golf "Bon Jovi" eingebaute Airbag vorher nicht in Ordnung gewesen sei. Nun müsse geklärt werden, ob bei dem Unfall möglicherweise eine bisher unbekannte Stromquelle den Impuls für den Airbag ausgelöst habe.

Die Volkswagen AG will sich erst äußern, wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind. Gegen die Verantwortlichen der Werkstatt war wegen fahrlässiger Tötung ermittelt worden.

Am 25. Dezember hatte ein Autofahrer (76) nahe Erding bei München die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Es stieß auf der Gegenfahrbahn mit einem entgegenkommenden Wagen zusammen. Auch der Mann kam ums Leben. Franziskas Eltern erlitten leichte Verletzungen.

Der ADAC rät, Kinder bis zur Klärung des Falls nicht auf dem Beifahrersitz zu transportieren. Er sei nach wie vor der gefährlichste Platz für Kinder im Auto.