Bornstraße: Neue Regel "absurd und gefährlich"

Die geänderte Verkehrsführung in der Bornstraße im Universitätsviertel in Eimsbüttel bekommt ein politisches Nachspiel. "Die heimliche Änderung der Verkehrsführung ist ungeheuerlich", erklärte Friederike von der Mosel, Bezirksabgeordnete der CDU, gegenüber dem Abendblatt. Die Aufhebung der Einbahnstraßen-Regelung in der Bornstraße entspreche nicht den "Abmachungen" und sei "ohne Wissen und Kenntnis der Bezirksversammlung" erfolgt.

"Die letzte Sitzung des Kerngebietsausschusses war am 30. November. Spätestens da hätte die Verwaltung uns von der Änderung informieren müssen." Die geänderte Verkehrsführung sei "absurd und hochgefährlich". "Die Bornstraße ist zunächst zur Einbahnstraße erklärt worden. Zudem ist sie im Rahmen der Velo-Route jetzt Fahrradstraße. Hier jetzt Zwei-Richtungs-Verkehr zuzulassen, konterkariert alle Verkehrsberuhigungs- und Sicherheits-Ansätze. Dabei ist uns immer erklärt worden, daß die Bornstraße auch nach dem Umbau des Grindelhofs Einbahnstraße bleibt."

Wie berichtet, war die Einbahnstraßen-Regelung in der engen Verbindungsstraße zwischen Heinrich-Barth-Straße und Grindelhof vor zwei Wochen aufgehoben und das Einbahnstraßenschild abmontiert worden. Seitdem ist in der Anliegerstraße wieder Zwei-Richtungs-Verkehr möglich - sehr zur Freude der Fahrer der Dienstfahrzeuge des Senates. Deren Wagen sind in einer Garage in der Mitte der Bornstraße untergestellt. Durch die geänderte Verkehrsführung bleiben den Fahrern lange Umwege erspart. Der Grund: der Umbau des Grindelhofs, der seit der großflächigen Verkehrsberuhigung im Universitätsviertel zur Einbahnstraße wurde und von der Bornstraße aus nur noch stadtauswärts passierbar ist.

Friederike von der Mosel will jetzt in einer parlamentarischen Anfrage klären, ob die geänderte Verkehrsführung in der Bornstraße einen Zusammenhang zur Senatsgarage hat und ob die Tanksäule der Senatsgarage den neuen Emissionsschutz-Richtlinien entspricht. "Die Konsequenz muß aber eigentlich lauten: Die Einbahnstraße bleibt, die Senatsgarage geht." vM

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