Uni-Viertel wird zum Dorado für Radfahrer

Tempo 30 im Grindelhof

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Trotz der Proteste von 130 Geschäftsleuten im Grindelviertel und der CDU in der Bürgerschaft bleibt die Baubehörde dabei: Das Uni-Viertel um die Straße Grindelhof wird Hamburgs neues Dorado für Radfahrer und Fußgänger.

Von Sommer an soll bis Ende des Jahres die Straße Grindelhof umgebaut und "verkehrsberuhigt" werden, verlautete aus der Baubehörde. Kosten: 1,1 Millionen Mark. Bis jetzt nutzen noch 20 000 Autofahrer täglich die Straße Grindelhof, um von Eppendorf auf direktem Weg in die City zu kommen.

Der Bezirk Eimsbüttel hat parallel zum Straßenprojekt der Baubehörde (Grindelhof) damit begonnen, das Teilstück Moorweidenstraße zwischen Schlüterstraße und Edmund-Siemers-Allee mit einer 18 Meter breiten Buskehre abzuschotten.

Das Teilstück wird städteplanerisch zum neuen Campus der Universität gehören. Für die Platzgestaltung und für Campusgrün bei den neuen Greve-Flügeln der Uni an der Edmund-Siemers-Allee stehen drei Millionen Mark zur Verfügung. Und das ist für die Straße Grindelhof geplant:

Vom nächsten Jahr an, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, kann der Grindelhof zwischen Grindelallee und Bornstraße von Autofahrern nur noch aus Richtung Grindelallee in Richtung Hallerstraße befahren werden.

Das heißt: Autofahren nur noch stadtauswärts. Wer von der Hallerstraß e kommt, kann den Grindelhof nur noch bis Bornstraße befahren. Dort wird eine Kehre gebaut, die ihn wieder Richtung Hallerstraße zurückleitet. Die Innenbehörde wird außerdem auf dem Grindelhof Tempo 30 einführen.

Dazu heißt es aus der Baubehörde: "In Abstimmung mit der Behörde für Inneres wird der Radverkehr in beiden Richtungen aufrechterhalten. Für den Radverkehr gegen die Einbahnstraßenrichtung ist ein Radfahrstreifen vorgesehen. In Fahrtrichtung werden Radfahrer auf der Fahrbahn geführt, die auf eine Breite von 4,40 Metern reduziert werden soll." gp

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