Johannes Heesters (I.) will bis zu seinem 100. Geburtstag Theater spielen. Auch Modemacherin Jil Sander (M., mit Harrison Ford) erhielt die begehrte Trophäe. Ft.: Harald Schmidt (SAT.1 ) mit seinem "Bambi".Sein Charme siegte bei der 50. Bambi-Verleihung in Köln

Heesters stahl allen die Schau

dpa Köln - Bei der 50. "Bambi"-Verleihung in Köln stahl Johannes Heesters (93) Hollywoodstar Harrison Ford ("Air Force One") die Schau. Der rüstige Schauspieler, der einen "Ehrenbambi" für sein Lebenswerk bekam, hielt nicht nur eine ausführliche Dankesrede. Er stimmte auch ungefragt eine Melodie nach der anderen an. Zum Schluß brachte er die 650 Gäste in der Kölner Messe dazu, mit ihm ein holländisches Lied zu singen. "Ich bin froh, daß Sie mich nicht vergessen haben", rief er. Das Publikum dankte mit minutenlangem Applaus. Was machte es schon, daß Heesters zur Preisübergabe nicht auf die Bühne kommen konnte. Joachim Fuchsberger stieg mit dem goldenen Reh zu ihm hinab.

Harrison Ford erhielt den Burda-Medienpreis in

der Kategorie "Film international". Die US-Boygroup "N'Sync" und die englische Girlie-Band "Spiee Girls" sorgten dafür, daß die in schwarzen Limousinen vorfahrenden Gäste von Hunderten kreischender Teenager empfangen wurden.

In der Kategorie "Film national" hatte sich die Jury für Heiner Lauterbach ("Faust") entschieden. Er nahm seinen Bambi mit zittrigen Händen entgegen und gestand: "Espenlaub ist Stahl dagegen."

Auch die Sanitäterin Inga Tüxen, Hauptmann Hans-Werner Kern, der Obergefreite Marco Frost und der Matrose Dirk Dankert wurden stellvertretend für alle "Retter des Oderbruchs" geehrt.

Die Aufzeichnung wird am 31. Oktober von der ARD ausgestrahlt (20.15 Uhr).

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