Für Radfahrer gelten neue Regeln im Verkehr

Neue Regeln für Radfahrer treten ab 1. September in Kraft. Nun dürfen auch acht- bis zehnjährige Kinder auf Gehwegen radfahren, wahlweise können sie den Radweg benutzen. Jüngere Radfahrer bis zum achten Lebensjahr müssen in jedem Fall auf den Bürgersteig, auch wenn ein Radweg vorhanden ist.

Zu den weiteren wichtigen Neuerungen zählt die Öffnung

von Einbahnstraßen für den gegenläufigen Radverkehr. Die Kommunen können im Rahmen eines bis zum 31. Dezember 2000 begrenzten Versuches besonders geeignete Einbahnstraßen mit geringer Verkehrsbelastung und Tempo 30 für Radfahrer in beiden Richtungen öffnen. Dabei müssen die bestehenden Einbahnstraßen-Schilder durch neue Zusatzschilder mit Fahrradsymbolen ergänzt werden. Die ebenfalls neuen Fahrradstra- ßen müssen laut ADAC am Anfang und am Ende mit dem Schild "Fahrradstraße" gekennzeichnet sein. Andere Fahrzeuge dürfen diese Straße nur bei entsprechender Zusatzbeschilderung befahren. Auch Sonderfahrstreifen für Linienbusse können bei ausreichender Breite und geringer Busfrequenz durch ein Zusatzschild für Radfahrer freigegeben werden. Ab 1. Oktober 1998, also erst in einem Jahr, müssen Radfahrer nur noch ausgeschilderte Radwege benutzen. Die Straßenverkehrsbehörden können die Beschilderung aufheben, wenn die Wege in einem baulich schlechten Zustand sind. Für nicht gekennzeichnete Radwege besteht dann keine Benutzungspflicht mehr.

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