Velo-Route zwischen Uni und Lokstedt beschlossen

4,5 Kilometer nur für Radfahrer

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Freie Fahrt für Radler: Der Senat hat gestern die Einrichtung der Velo-Route Eimsbüttel beschlossen. Auf 4,5 Kilometern werden Radfahrstreifen Lokstedt mit dem Bereich rund um Universität und Rotherbaum verbinden. Die Route führt über: Grandweg, Stresemannallee, Eidelstedter Weg, Unnastra- ße, Goebenstraße, Kaiser-Friedrich-Ufer, Bogenstraße, Rutschbahn, Heinrich-Barth-Straße, Bornstraße und Grindelhof.

Insgesamt investiert der Senat 17,6 Millionen Mark in Maßnahmen zur Verkehrsverbesserung in der gesamten Stadt. Dazu gehören ein schnellerer Anschluß zwischen Schnellbahnen und Bussen, der Ausbau des Parkleitsystems in der Innenstadt, der Bau einer Parkpalette bei Hagenbeck und der Bau der Tiefgarage unter dem Eppendorfer Platz.

Die Velo-Route soll nach der Sommerpause eingerichtet werden. Die Radfahrer erhalten dazu eine eigene Spur in gleicher Höhe wie die Autofahrer, getrennt nur durch eine farbliche

Markierung. Mit dem neuen Systeni soll künftig auch die direkte Uberquerung von Hauptverkehrsstraßen wie Gärtnerstraße, Beim Schlump oder Grindelallee möglich sein. Die Rutschbahn wird vollständig zur Fahrradstra- ße erklärt. Neben Radlern dürfen nur noch Anwohner die Stra- ße benutzen.

Der Vorteil der Radfahrstreifen gegenüber den bekannten Radwegen hegt laut Baubehörden-Sprecher Jürgen Asmussen auf der Hand. "Die Radfahrer haben eine eigene Spur, müssen nicht ständig auf Fußgänger aufpassen. Von den Autofahrern werden sie besser wahrgenommen."

Wer viel mit Bus oder Bahn unterwegs ist, kennt das Problem: Die Bahn hat Verspätung, der Anschlußbus, der eigentlich warten sollte, ist weg. Ein neues Anschlußsicherungssystem für 1,2 Millionen Mark soll die Verbindungen besser aufeinander abstimmen. Per Display an den Haltestellen bekommt der Busfahrer mitgeteilt, wie lange er noch auf den nächsten Zug warten muß. 14 Haltestellen an den Linien U 2 und U 3 sollen die Anzeigegeräte erhalten.

Parkplatzsucher in der Innenstadt können künftig auf Anzeigetafeln die verbleibenden Reststellplätze in den Parkhäusern ablesen. Zudem wird das Parkleitsystem auf den gesamten Wallring ausgedehnt und auch die Michelgarage dabei miteinbezogen. Das neue System wird voraussichtlich 1998 in Betrieb genommen. Kosten: 5,5 Millionen Mark.

Den Bau von 185 Stellplätzen in der Parkpalette neben Hagenbecks Tierpark an der Lokstedter Grenzstraße finanziert die Stadt ebenfalls. 90 Stellplätze bezahlt Hagenbeck. Entschieden ist endgültig auch der Bau der Tiefgarage unter dem Eppendorfer Platz. Die 245 Plätze hier sollen sowohl für Besucher, als auch für Anwohner zur Verfügung stehen. bob

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