Alte Pläne für Ochsenzoll-Kreuzung wieder aufgegriffen

Tunnel gegen den Stau

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Das Bild an der Ochsenzoll- Kreuzung wiederholt sich von montags bis freitags: In allen vier Richtungen staut sich der Verkehr an der Kreuzung Segeberger Chaussee/Schleswig-Holstein-Straße/Langenhorner Chaussee/Ohechaussee. Jetzt zeichnet sich eine Lösung für den Verkehrsknotenpunkt ab, den stündlich bis zu 4200 Fahrzeuge in allen Richtungen passieren. Im Norderstedter Baudezernat werden zur Zeit die bereits seit 1990 vorliegenden Entwürfe zu einem Tunnel und einem zweispurigen Kreisel überarbeitet.

"Über eine Lösung für die Kreuzung wird schon seit 30 Jahren gesprochen", sagt Gerhard Bürger, Leiter des Tiefbauamtes Norderstedt (das seit gestern aufgelöst ist ). Jetzt griff der Erste Stadtrat Hans-Joachim Grote

das Thema wieder auf, ließ die sechs Jahre alten Pläne aus der Schublade holen. Die sehen eine Untertunnelung der Kreuzung in Nord-Süd-Richtung vor. Ihre Umsetzung scheiterte unter anderem an den auf 15 Millionen Mark veranschlagten Kosten und daran, daß Hamburg keinen Tunnel auf seinem Gebiet haben wollte.

Die neuen Entwürfe des Norderstedter Architekturbüros Waack und Dähm sehen vor, daß der zweispurige Tunnel zwischen Langenhorner Chaussee und Schleswig-Holstein-Straße auf 70 Meter verkürzt werden soll. Dadurch ist Hamburger. Gebiet nicht mehr betroffen. Über den Tunnel wird der Verkehr um einen zweispurigen Kreisel ohne Ampeln herum geleitet. Wichtigste Neuerung: Die Ohechaussee wird zwischen Kreisel und Ochsenzoller Straße vierspurig ausgebaut, und von der Ulzburger Straße aus ist es zukünftig möglich, sich zweispurig nach links in die Ohechaussee Richtung Bad Segeberg einzuordnen. Ein Abbiegen von der Ohechaussee nach links in die Ochsenzoller Straße wird künftig nicht mehr möglich sein.

Nach ersten Schätzungen werden die Baukosten mit rund 7,5 Millionen Mark nur halb so hoch liegen wie die veranschlagten Investitionen für die ursprünglichen Pläne. Gerhard Bürger: "Jetzt müssen wir noch zuerst den Grunderwerb prüfen, dann die Kosten detailliert planen, bevor wir uns um Gelder bemühen." Zuschüsse sollen von der Bundes- und Landesregierung kommen, da eine Landes- und zwei Bundesstraßen betroffen sind. sd

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