CDU trauert um Friedrich Rahardt

Als Rechtsanwalt praktizierte er 45 Jahre in Hamburg. Als Rechtspolitiker der CDU hatte er 25 Jahre Sitz und Stimme in der Bürgerschaft, bis 1991. Friedrich Rahardt konnte eine scharfe Klinge fechten, aber auch mit seinen Pointen erheitern. Jetzt trauern die Familie und seine Parteifreunde um den profilierten Juristen.

Friedrich Rahardt ist, wie erst am Wochenanfang bekannt wurde, am 3. Oktober im Alter von 76 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. "Wir trauern um einen engagierten Parlamentarier, der seine Entscheidungen stets fundiert mit Herz und Verstand traf", würdigte CDU-Fraktionsvorsitzender Ole von Beust den früheren

liberal-konservativen Fraktionskollegen.

Rahardts Beiträge zur hamburgischen Rechtspolitik seien immer abgewogen und sachverständig gewesen. "Wir haben uns auf sein gutes menschliches Urteil verlassen können", sagte von Beust gestern. "Er war fair und gradlinig. Der Abschied von ihm schmerzt."

Juristerei und Politik leben in der Familie fort. Eine Tochter von Friedrich Rahardt, die frühere Bürgerschafts- und Bundestagsabgeordnete Susanne Rahardt-Vahldieck, ergriff ebenfalls den Anwaltsberuf. Ihr Mann Heino Vahldieck ist Jurist und CDU-Abgeordneter in der Bürgerschaft, rup

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.