Kunsthallen-Anbau teurer als geplant

HA Hamburg - Wie so viele öffentliche Bauten wird nun auch der sogenannte Ungers-Bau, die Erweiterung der Hamburger Kunsthalle am Ferdinandstor, etliches mehr kosten als ursprünglich geplant: Wie die "Welt am Sonntag" gestern berichtete, hat die Kulturbehörde in dieser Woche im Haushaltsausschuß zusätzliche 10,9 Millionen Mark beantragt.

Damit steigen die Kosten (anfänglich war man von knapp 74 Millionen ausgegangen) nach einer 1992 bewilligten Bedarfsanhebung auf 93,4 Millionen Mark

ein zweitesmal und liegen somit bei rund 104,3 Millionen Mark git 40 Prozent mehr als bei der ingangsplanung. Der Museums-Neubau, mit dem sich die bisherige Ausstellungsfläche der Kunsthalle auf rund 12 000 Quadratmeter nahezu verdoppelt, soll im Februar 1997 eröffnet werden.

Als Begründung für die zweite kräftige Finanzspritze werden zahlreiche Gründe angeführt, von verkehrslenkenden Maßnahmen über die Erhöhung der Tiefgarage um zwölf Zentimeter "zur besseren Nutzung" bis zur ursprünglich nicht geplanten Reinigungsanlage für die Glas-

Kulturbehörde und der Bauträger Sprinkenhof AG weisen nun auf den gestiegenen Baupreis-Index und "wirklich nicht vorhersehbare Veränderungen" hin. Ein Ausschußmitglied kommentierte die Kostensteigerung, man habe von Anfang an einen bewußt zu niedrig veranschlagten Ansatz für den Bau präsentiert bekommen. Der Haushaltsausschuß hat die Kulturbehörden-Drucksache unterdessen in die zweite Lesung vertagt.

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