Tot, bevor der Sommer geht (Di, ZDF)

Er habe einen Traum, rief Martin Luther King beschwörend aus, daß seine Kinder eines Tages nach ihrem Charakter und nicht nach ihrer Hautfarbe beurteüt würden. Das war vor dreißig Jahren. Ingo Witt kontrastierte diese Hoffnung von damals mit Impressionen vom elenden Leben schwarzer Amerikaner heute. Armut, Gewalttaten bis zum Mord, Hoffnungslosigkeit seien die bestimmenden Faktoren. Der Reporter erzählte

aber vor allem nachdrücklich vom tapferen Kampf schwarzer Kirchenleute gegen diese Zustände. Besonders eindrucksvoll jene Patrouülen, die junge Leute in Boston nachts gehen, um Dealer oder Gangmitglieder, die sie teils selber gewesen sind, vom kriminellen Weg abzubringen. Es war ein vorbüdllcher Bericht, der sein Thema genau und handfest vorzeigte, bevor er sich auf Kommentare ein- Ueß. PETER DREESSEN

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.