Swebenweg soll vierspurig ausgebaut werden

Widerstand gegen neue Stadtautobahn

Nach langem Vorlauf kommt das Verkehrs-Projekt jetzt seiner Verwirklichung näher. Das Planfeststellungs- Verfahren für den vierspurigen Ausbau des Swebenweges (Niendorf) soll Ende dieses Jahres eingeleitet werden. Das gab der Senat auf eine Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten Berndt Röder (CDU) bekannt.

Schon 1984 hatten Hamburg und Schleswig-Holstein in einer Rahmenvereinbarung den Ausbau dieser Verbindung zwischen dem Flughafen Fuhlsbüttel und der Autobahn 7 beschlossen. Die Schnellstraße soll 1998 fertiggestellt sein - zeitgleich mit dem ersten Teü der Umgehung Fuhlsbüttel. Die Kosten der Swebenweg-Verbreiterung werden mit 18,44 Millionen Mark veranschlagt.

Bei Anwohnern und Bezirkspolitikern gibt es Widerstand gegen den vierspurigen Ausbau. Sie befürchten vor allem mehr Autolärm. Deshalb hat die Bezirksversammlung Eimsbüttel den Ausbau im Mai abgelehnt.

Thomas Funk, Verkehrs-Experte der GAL in Eimsbüttel, kritisiert: "Das wird eine Stadtautobahn mit Tempo 80, Leitplanken und viel zuwenig Querungsmög- Uchkeiten für Fußgänger." Auch Monika Schaal (SPD), Vorsitzende im Ortsausschuß Lokstedt, hält den Ausbau zur Bundesfernstraße "verkehrspohtisch für nicht sinnvoll".

Die Bezirkspoütiker befürchten, daß der ausgebaute Swebenweg die Niendorfer von ihrem Naherholungsgebiet abschneidet. Das Landschaftsschutzgebiet Ohmoor grenzt im Norden an den Swebenweg an.

Um den Verkehrsstrom zum Flughafen mögllchst ungehindert fließen zu lassen, sind aber nur drei Querungsmögllchkeiten geplant. Der Bezirk fordert zwei zusätzllche. Außerdem wül er einen besseren Lärmschutz und die Bepflanzung des Mittelstreifens mit Bäumen. Monika Schaal: "Wir hoffen, daß das bei der Planfeststellung umgesetzt wird." rup / sts

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