Rühe verabschiedet Generalleutnant Söder

Die Treue eines Hanseaten

Mit dem Großen Zapfenstreich, dem feierlichen Ausdruck der Zusammengehörigkeit der Streitkräfte, verabschiedete Verteidigungsminister Volker Rühe gestern abend in der Führungsakademie der Bundeswehr in Blankenese Generalleutnant Jörn Söder aus dem aktiven Dienst. Söder war seit April 1992 Deutscher Militärischer Vertreter im Militärausschuß der NATO in Brüssel. Mit der Hansestadt ist er eng verbunden.

Jörn Söder (Jahrgang 1934) wurde in Hamburg geboren, er führte hier das Panzergrenadierbataillon 173 und die Panzergrenadierbrigade 17 in der Boehn- Kaserne in Rahlstedt und war von 1986 bis 1988 Kommandeur der Führungsakademie. Nach dem Ausscheiden aus dem Dienst wird er in seine Heimatstadt zurückkehren.

"Hamburg hat Sie, lieber Herr General Söder, nie richtig losgelassen, und Sie halten, wie es sich für einen Hanseaten gehört, Hamburg die Treue", sagte Rühe in seiner Abschiedsrede. Der Verteidigungsminister fuhr fort: ?Wer Sie kennt, weiß, daß Sie sich in Ihrem Handeln nicht nur dem deutschen Heer verpflichtet

fühlen, sondern stets auch bewußt die Einbettung der Bundeswehr in das Nordatlantische Bündnis vertreten und verkörpert haben."

An dem Großen Zapfenstreich nahmen 450 Soldaten des Wachbataillons und des Stabsmusikkorps aus Siegburg und Berlin teil. Unter den 350 Gästen waren Bürgermeister Henning Voscherau, Generalinspekteur Klaus Naumann, Heeresinspekteur Hartmut Bagger und Generalleutnant Grüner, Befehlshaber Alliierte Landstreitkräfte Schleswig-Holstein und Jütland, Bürgerschaftspräsidentin Ute Pape, Weihbischof Hans-Jochen Jaschke.

Nachfolger von Generalleutnant Söder im Militärausschuß der NATO wird Generalmajor Klaus Wiesmann, zur Zeit Stabsabteilungsleiter im Führungsstab der Streitkräfte in Bonn. sti.

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