Eine Fahrspur wird für Parkplätze geopfert

ag Harburg - An der Hannoverschen Straße werden in den kommenden Wochen 120 neue Pkw-Stellplätze eingerichtet. Dazu soll an der Ostseite der bisher vierspurigen Straße - zwischen Neuländer und Buxtehuder Straße - ein zwei Meter breiter Streifen zunächst provisorisch durch Fahrbahnmarkierungen abgetrennt werden. In Richtung Norden steht dann nur noch eine Fahrspur zur Verfügung. Für die Markierungsarbeiten hat die Tiefbauabteilung 30 000 Mark veranschlagt.

"Wenn die Autofahrer unser Angebot annehmen, werden wir die Stellplätze auch baulich hervorheben", sagt Walter Rehrmann, Leiter der Tiefbauabteilung. Später könnten auch auf der gegenüberliegenden Seite Stellplätze entstehen. Die Hannoversche Straße könne die Einenfung verkraften, die verbleibende ahrspur sei immer noch 4,50 Meter breit und habe ohnehin nur als Umleitungsstrecke für die Stadtautobahn Bedeutung.

Bezirksamtsleiter Michael Ulrich sieht in der Planung einen Erfolg für Harburg, denn der Hamburger Senat verfolge bei citynahen Parkplätzen eine restriktive Politik. Das hätte Harburg zum Beispiel bei der Streichung eines Teils der Stellplätze des vierten Bauabschnitts der Technischen Universität gespürt.

"Mit Rücksicht auf die Randlage Harburgs kann so etwas hier nur eingeschränkt gelten", sagte Ulrjch. Solange die Verbindungen des Öffentlichen Nahverkehrs mit dem Umland nicht besser werden, könne Harburg auf citynahe Parkplätze nicht verzichten. Zudem erhöhten die neuen Stellplätze die Attraktivität des Nahverkehrs. Am Bahnhof gebe es Planungen, ein weiteres Parkhaus zu bauen. Es könnte mit einem kleinen Hotel verbunden sein. Dafür gebe es aber noch keinen Investor.

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