Konzert und Ausstellung im Trübger-Haus

China: Traditionelle Klänge, moderne Malerei

Feinste Klangfarben harfenartig perliger, gleitender, gezogener und leise nachhallender Töne entlockten die chinesischen Musiker Huihong Ou und Xiaoyong Cheng den traditionellen chinesischen Saiteninstrumenten Chen und Ch'in und verzauberten damit ihr Publikum im Hamburger Trübger-Treff.

Daß Musik konzentriert Zuhörende in einen meditativen Zustand versetzen kann - man erfuhr es hier. Und gewann durch Chengs erklärende Worte einen Einblick in

die geistige Dimension des Dargebotenen.

Das schlicht gebaute Ch'in etwa - ein gewölbtes Griffbrett, mit sieben Saiten bespannt und zugleich Klangkörper - versinnbildlicht einen ganzen Kosmos: Oberes und unteres Ende des Instruments symbolisieren Himmel und Erde, die Saiten die gesellschaftliche Ordnung vom Kaiser bis zu den Untertanen. Die Musik ist Ausdruck der kosmischen Harmonie, und nicht nur Titel wie "Hohe Berge, fließendes Wasser" lassen Naturbilder vor dem geistigen Auge erstehen.

Gleichzeitig wurde eine Ausstellung moderner chinesischer Tuschmalerei eröffnet, die ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Freundschaft Hamburg entstand. In den Arbeiten von Lüping Tan, Wei Shanshan und Zhang Haoda sind traditionelle Elemente und innovative Phantasie originell miteinander verbunden. Hier suggerieren einfache Pinselstriche entrückte Berglandschaften, dort kreiert auf getränktem Reispapier verlaufene Farbe atmosphärischen Raum, und nebenan tummeln sich lebhaft farbige Pferde. ve (bis 10.11., Piano-Haus Trübger, Schanzenstr. 117, mo-fr9-18 Uhr)