"Von Woodstock übriggeblieben"

Das hätte sich Nelly Gonglewski aus Pennsylvania/USA nicht träumen lassen: ?An meinem 19. Geburtstag spielt Pink Floyd - einfach riesig , fand die Austauschschülerin, die ihre Geburtstagsparty in den Stadtpark verlegt hatte.

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Einigen hundert Pink-Floyd- Freunden gelang zur Pause der Durchbruch auf die Konzertwiese. ; ,Als die Absperrung niedergerissen wurde, üefen wir mit. Sekunden später waren wir drin", freuten sich Angela Dobrind (18) und Inga Haupt (19). Auf Weisung des Veranstalters büeben die Lücken im Zaun offen. Für ein halbes Dutzend Fans endete der Abend im Krankenhaus. Einer war aus einer Höhe von fünf Metern vom Baum gefaüen. Ein anderer kenterte mit seinem Boot auf dem Stadtparksee.

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Jenseits der Absperrung versorgten sich Tausende von Besuchern aus der mitgebrachten Kühltasche. Schwindelfreie Fans sicherten sich einen Platz auf dem Baugerüst am Planetarium. *

Nicht alle haben sich in den Warteschlangen vor den Eintrittskontrollen so gut amüsiert wie Andrea Isbarn (27) aus Norderstedt: "Die sehen alle aus, als seien sie von Woodstock übrigfebüeben." Für viele Hobbyotografen endete der Traum vom selbstgeschossenen Pink- Floyd-Poster bereits am Einfang: Unerbittüche Ordner üeen sich Filme und Batterien der Kameras aushändigen.

Anfangs wurden die gefüüte Tabletts jongüerenden Bierverkäuferinnen mit lautem Murren begrüßt. 4,50 Mark für 0,4 Liter Bier - das war den meisten zu teuer. Spätestens nach einer halben Stunde siegte der Durst, und Sylvia Löh (24) und Christine Höhüng (35) zapften Bier im Akkord. "Wir schaffen 400 ausgeschenkte Biere in einer Stunde", sagten die beiden stolz. ELISABETH SCHONEMANN