Leverkusens Trainer Ribbeck sprach mit HSV-Präsident Naumann

Felix Magath - muß er gehen?

jm/rg/ma Hamburg - Die langanhaltenden Querelen beim HSV Schemen weitere personelle Konsequenzen mit sich zu ziehen. Wüd Manager Fellx Magath trotz des bis 30. Juni 1991 datierten Vertrages seinen Posten aufgeben? Oder wüd er zu diesem Schritt gedrängt werden? Entsprechende Spekulationen erhielten gestern durch eine Äußerung von Erich Ribbeck zusätzliche Nahrung.

"Es hat Gespräche gegeben", bekannte der nach dem UEFA-Cup-Triumph gegen Barcelona heftig umworbene Coach des TSV Bayer Leverkusen auf die Frage, ob er Nachfolger des in Bedrängnis geratenen Fellx Magath werden wolle. Zuvor schon hatte der 49jährige erklärt, er könne sich eine weitere Betätigung im Profi- Fußball als Manager vorstellen.

Auf Anfrage des Hamburger Abendblattes gab sich Magath bedeckt. "Ich habe von der Sache mit Ribbeck gehört", sagte er, "und auch mit ihm gesprochen." Der Manager weiter: "Zu meiner Person kann ich nichts weiteres sagen; dazu ist alleine der Präsident in der Lage."

"Von Seiten des HSV-Präsidiums gibt es kerne Überlegungen, sich über eine Trennung von Magath Gedanken zu machen", kommentierte Naumann. Angesprochen auf Informationen, nach denen Magath von sich aus den Hut nehmen könnte, sagte der HSV-Präsident: ?Mü ist

kern Anlaß bekannt, der einen solchen Schritt rechtfertigen könnte."

Naumann schloß allerdings nicht aus, daß es für einen Manager bisweüen Anlaß zu kurzfristigen Verärgerungen geben könne. Als "Beispiel" erwähnte er einen Vorfall von Donnerstag: "Auf einen konkreten Spielerwunsch unseres Managers mußte ich mit Ablehnung reagieren. Nein, das geht nicht, habe ich gesagt. Dazu fehlt uns einfach das nötige Kiemgeld."

Naumann erklärte ebenfalls, anläßüch des HSV-Punktspiels gegen Leverkusen am 7. Mai mit Erich Ribbeck gesprochen zu haben. Er Ueß allerdings offen, ob es sich dabei um eme Vertragsabsprache oder um ein "normales Gespräch" gehandelt habe.

HSV-Insider munkeln seit längerem, innerhalb des Vereins gäbe es eine Oppositionsfraktion, die die Entlassung von Reimann und Magath fordere. Wortführer dieses internen Gesprächszükels sei der ehemallge HSV-Präsident und Naumann- Vorgänger Dr. Wolfgang Klein. Der jetzige Amtsinhaber dagegen ist ein väterllcher Förderer Magaths, was sich auch durch die Geschäftspartnerschaft des Norderstedter Rena-Zentrums dokumentiert.

Naumann erklärte weiter, daß es heute zu einem Gespräch zwischen dem Manager und ihm kommen wird. "Routinemä- ßig", ergänzte der Präsident.