HSV: Irritationen Aber den Kurs

Ribbecks Konzept

rg Hamburg - Ein gerade geschlossener Zwei-Jahres- Vertrag, so witzelt man beim HSV, ist für den Spieler ein sicheres Anzeichen, daß der Verein ihn demnächst verkaufen wül. Beispiele sind Gründel, Plessers, Koitka und jetzt Okonski. Über den Polen hatte HSV-Präsident Ernst Naumann noch vor zehn Tagen gesagt: "Wir planen mit ihm." Wohl eher mit seiner Ablösesumme . . .

Verständüch, daß Irritationen über den Kurs des Klubs aufkommen. "Auch wenn es im Augenblick vielleicht nicht so aussieht", gesteht Sportchef Erich Ribbeck, ?wir haben ein Konzept. Das Problem ist nur, daß ich zwei Monate zu spät gekommen bin, um die nächste Saison nach meinen Vorstellungen zu gestalten.

Nach dem Ende dieser Übergangsphase wüd jeder eine klare Linie beim HSV erkennen."

Okonski, so Ribbeck, soll der letzte Transfer eines ehemaligen Stammspielers werden. Die Interessenten des belgischen Klubs RSC Anderlecht hatten sich gestern jedoch beim HSV noch nicht gemeldet. Okonski wird dem HSV noch einmal eine Ablösesumme von 1,2 Millionen Mark bringen. Die hat sich der 29jährige in seinen Vertrag schreiben lassen. "Wir müssen auch an die Zukunft denken. In zwei Jahren können wir für Okonski nicht mehr diesen Preis erzielen", sagt Ribbeck. Der HSV scheint sich also von der Transfersumme mehr als vom spielerischen Potential des Polen zu versprechen.