Premieren, auf die wir uns im neuen Jahr freuen können

Vom Audi 90 bis zum neuen Mercedes-Coupe

1986 war reich an automobilen Neuheiten. 1987 verspricht noch mehr Premieren. Erwartet werden noch mehr Leistung, Komfort, und Sicherheit. Nachfolgend ein Überblick über die neuen deutschen Modelle. Sie werden im März auf dem Genfer Autosalon oder spätestens auf der IAA im September in Frankfurt zu sehen sein.

Bei Audi sollen zum Frühjahr die neuen 90er Modelle herauskommen. Durch modifizierte Front- und Heckpartien an den vollverzinkten Karossen und Fünfzylindermotoren unterscheiden sie sich deutlich (auch im Preis) von den neuen 80ern. Im September sollen auf der IAA das Coupe in neuer Form und die großen 100/200er Typen mit Retuschen am Blech und überarbeiteter Technik vorgestellt werden. Im Gespräch ist auch der 300er Audi mit Achtzylindermotor (3,6 Liter, 250 PS, 250 km/h), doch 1987 werden diese Luxusmodelle wahrscheinlich noch nicht in Serie gehen.

Nachdem BMW die 7er Reihe mit großem Erfolg gestartet hat, ist hier für 1987 als Ergänzung "nur" noch der Zwölfzylindermotor angekündigt. Die nicht mehr ganz frische 5er Baureihe wird ab Spätsommer mit neuen Karossen präsentiert werden. Die 5er soll es dann im typischen BMW-Stil mit neuen Motoren und einer Spitzenversion mit Allradantrieb geben. Geringfügig aufgefrischt sollen auch die 3er Typen werden. Neue Stoßstangen, Änderungen am Grill und große Heckleuchten wurden schon gesichtet. Außerdem wird der neue BMW Tounng (Kombi) in Frankfurt seine Premiere haben.

Ford startet gleich Anfang 1987 mit einem überarbeiteten Sierra und bietet dann auch eine neue Version mit Stufenheck an. An Nachfolgern für Fiesta und Escort wird gearbeitet, doch dürften sie ebenso wie ein neuer Capri 1987 noch nicht reif für die Serie sein. Dementiert werden nach wie vor Stufenheck- und Kombi-Versionen vom Scorpio.

Mercedes wird im März auf dem Genfer Salon mit einem Coupe der mittelgroßen 124er Baureihe aufwarten. Das bildschöne Auto im Stil der großen SEC-Coupes soll mit verschiedenen Motoren (ab 230 E) bestückt werden. Auch ein Allradmodell ist im Gespräch. Gerüchte gibt es um einen neuen 300 SL zur IAA, der allerdings erst deutlich später produziert werden dürfte. Als Antwort auf den Zwölfzylinder-BMW laufen die großen S-Modelle mit leistungsgesteigerten Motoren (vier Ventile pro Zylinder) derzeit im Dauerversuch. Und später soll es - mit der nächsten S-Generation - auch Zwölfzylinder-Limousinen aus Stuttgart geben.

Die Rüsselsheimer Opel-Werke bringen nach dem großartigen Start des Omega den angekündigten neuen Senator heraus. Neben den Sechszylinder- Ausführungen soll es auch ein V8-Modell geben. Noch nicht sicher ist, ob der Motor von Chevrolet aus den USA oder der englischen Rennwagenschmiede Lotus bezogen wird. Beide sind Mitglieder der großen GM- Familie. Das schon längst vorgestellte Kadett-Cabrio soll nun endgültig bei Bertone in Produktion gehen. Wann der kleine Opel Corsa auch mit Diesel zu haben sein wird, steht noch nicht fest. Diese Maschine soll von Isuzu aus Japan stammen. Auch bei Porsche stehen für 1987 wichtige Neuheiten an. Den 944 wird es als Cabriolet mit vollversenkbarem Verdeck (ohne Überrollbügel) pünktlich zur IAA geben. Größere Dinge sind auch für die klassischen 911er-Typen in Vorbereitung. Mit mehr Hubraum und Leistung (3,3 Liter, um 250 PS) und einem Sechsgang-Getriebe wird der Klassiker wieder einmal aufgewertet. Allradantrieb und eine "geglättete" Karosse sind erst für 1988 zu erwarten.

Bei VW in Wolfsburg wird im März der kleine Polo-Diesel (1,3 Liter, 45 PS) herauskommen. Auch der VW Jetta soll für den 16- Ventiler aus dem Golf-GTI (139 PS bzw. 129 PS mit Katy) vorgesehen sein. Das ganze noch mit dem Synchro-Allradantrieb versehen, könnte eine Mittelklasse-Limousine der Spitze werden. Ein Coupe mit neuem V-Sechszylindermotor und viel High Tech soll in den (Preis-)Bereich des Porsche 944 reichen. Es soll bei Karmann gebaut werden. Erst 1988 wird es den VW-Sechszylinder im Passat-Programm geben. W. F.