Bildhauer Hammond-Norden gewann den ersten Preis

Zwei Symbole für das Haus an der Trostbrücke

Bildhauer- und Steinmetzmeister Henning Hammond-Norden (47) ist der Gewinner des erstmals ausgeschriebenen Wettbewerbs der Handwerkskammer Hamburg und der Patriotischen Gesellschaft von 1867. Dem Preisträger wurden von Kammerpräsident Franz Eble 3000 Mark überreicht.

Hammond-Norden erklart sein Kunstwerk, dem das Motto "Geben und Nehmen"

zugrunde liegt: "Die eine Plastik symbolisiert den schwachen, verletzlichen, einsamen Menschen. Er wiederum kann nur aus der Gemeinschaft Kraft und Stärke finden - in der Stadt. Diese ist in der zweiten Plastik dargestellt."

Diese beiden Skulpturen, so die Aufgabe, sollten auf die Konsolen über dem Portal am Haus der Patriotischen Gesellschaft an der Trostbrücke (Altstadt) passen. Denn: Als der Bauherr Theodor Bülau das Haus 1847 fertigstellte, hatte er geplant, Statuen des Kaisers auf die Sockel zu stellen. Doch dann fehlte das notwendige Geld. Ob es heute vorhanden ist, um die Entwürfe zu realisieren, ist offen. Die Kosten würden zwischen 50 000 und 100 000 Mark betragen.

Schon der Urgroßvater des Preisträgers, William Hammond-Norden, hatte Steinmetzarbeiten am Haus der Patriotischen Gesellschaft ausgeführt. Sein Name ist noch verblaßt zu lesen. Hennig Hammond-Norden hat in Hamburg eine Werkstatt mit fünf Mitarbeitern und fertigt "normalerweise" Grabmale an.

Neun Hamburger Bildhauer- und Steinmetz-Meister hatten sich an der Ausschreibung beteiligt. Im nächsten Jahr ist das Gürtler-Handwerk gefordert. bre

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