Menschlich gesehen

Militärisches Nordlicht

Für Jenny Söder, die Ehefrau des neuen Kommandeurs der Führungsakademie der Bundeswehr in Blankenese, Generalmajor Jörn Söder, und Organisatorin von 15 Umzügen im Dienste des Bundes, ist die Welt wieder in Ordnung: "Alle wesentlichen Dinge unseres Lebens geschahen in Hamburg", sagt sie. "Hier haben wir 1966 geheiratet, hier wurde 1972 unser Sohn Björn geboren, hier wurde mein Mann dreimal Kommandeur." Jenny Söder ist Flensburgerin, Jörn Söder wurde am 22. Oktober 1934 in der Hansestadt geboren - die Würfel ihres Lebens sind gefallen, wie sie fallen sollten.

Jörn Söder kommt aus der Infanterie: Zugführer in Neumünster, Kompaniechef in Flensburg und Bad Segeberg, Kommandeur des Panzergrenadierbataülons 173 und der Panzergrenadierbrigade 17 in Hamburg. Ein militärisches Nordllcht, offenbar.

Aber er muß wohl auch ein "intellektueller Grenadier" sein: 8. Generalstabslehrgang in Blankenese, britische Generalstabsausblldung am UK-Staff College in Camberlay, Besuch des War College des US-Heeres in Carllsle. Modernste Technologie bekam er als Rüstungsplaner des Heeres und, zuletzt, als Kommandeur der 7. Panzerdivision in Unna in den Griff.

Darüber kommt er ins Philosophieren: "Die Distanz meines Sohnes zur Computer-Technik ist nicht größer als meine zum Viertaktmotor", sagt der Technologie-Speziallst.

Wie sieht Jenny Söder ihren Mann, den General? "Sehr entscheidungsfreudig, sehr ruhig, sehr gelassen." Er dagegen sieht sich gern als "scharfen Hockeyspieler": "Als knapper Vierziger habe ich noch in der Auswahlmannschaft der Northern Army Group der NATO gespielt!" Jetzt spielt der General in der Auswahlmannschaft der Hardthöhe für die höchsten Positionen der Bundeswehr. sti.

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