Sieben Jahre und sieben Oktaven

Bußtagvormitteg im vollbesetzten großen Saal der Musikhalle: Wieder war es soweit für den Steinway-Klavierspiel- Wettbewerb, zum 47. Mal schon. 28 imposante Talente von nah und fern, im Alter von 7 bis 19 Jahren, lösten einander ab. Stülpen sich Boxer Handschuhe über, bevor sie in den Ring treten, so streiften hier manche junge Pianisten wärmende Hüllen von den Händen, ehe sie ihre ganze Fingerfertigkeit zeigen mußten. Kaum eine Spur von Nervosität Geschmeidig

spielte SUvia Yi (7) eine Gurlltt- Etüde. Das Brahms-Intermezzo, das Tatjana Blome später so wunderbar ausdrucksvoll interpretierte, lag von Klein SUvias Welt allerdings schon himmelweit weg; gelangwellt trieb Klein SUvia süße Faxen.

Für eine effektvolle Programmbereicherung sorgten Ragna Schirmer mit Coplands "Katze und Maus" und Annette Ibach mit Smetanas Konzertpolka F-Dur. Das schlug sich denn auch in der Preisverleihung nieder. Einen 1. Preis (125 Mark) vergab die Jury an Jan Gottlieb Jiracek, Phüipp Tonner, Michelle Ivette Mares, Tatjana Blome, Annette Ibach und Marcus Kretzer; einen 2. Preis (100 Mark) an Ragna Schirmer, Emi Horiuchi, David Satyabrata und Miriam Westphal. Einen 3. Preis (75 Mark) erhielten SUvia Yi, Nicola KöUner, Judith Mosch, Sören Sieg, Susanne Walch und Igor Kamenz. Von den Preisträgern kommen nur Philipp Tonner, Emi Horiuchi, David Satyabrata und Igor Kamenz aus Hamburg. z.r.

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