Dalida straft ihr Geburtsdatum Lügen

Der Tag, als der Regen kam, Uegt zwar schon eme Welle zurück, doch für Dalida regnet es nach wie vor Erfolg und Applaus. 50 Jahre alt ist die in Kairo geborene Sängerin inzwischen, doch ihre Erscheinung straft alle Jahre Lügen. Seit 25 Jahren ün Showbusineß zu Hause, ist Dalida heute unumstritten Frankreichs Showstar Nummer eins, was sie am 21. Oktober in Hamburg unter Beweis stellen wül, wenn sie im CCH gastiert.

Mit ihren großen Erfolgen wie "Am Tag, als der Regen kam", "Er war gerade 18 Jahr" oder dem Evergreen "MUord", mit einer rasanten Gesangs-, Musik- und Tanz-Show wird die Französin sicher auch ihr Hamburger Publlkum wieder im Sturm erobern. In ihrer Heimat wird Dalida in emem Atemzug als Nachfolgerin der Showgrößen Mistinguett oder Josephine Baker gefeiert. Sie selbst sieht ihren Erfolg nüchterner: "Ich habe immer hart gearbeitet. Allerdings fühle ich mich heute wohler und sicherer als vor 20 Jahren."

Gesprächspartner

Die Hauptdarsteller haben beide Brecht-Erfahrung, und sie wissen beide, wovon sie reden, wenn sie in dem Zwei-Mann-Stück "Flüchtlingsgespräche" von Bertolt Brecht auf der Bühne stehen. Jörg Gillner (40), früher an der Volksbühne in Ost- Berlin engagiert, kam 1981 aus der "DDR" nach Hamburg und spielt seitdem am Thalia Theater. Sein "Gesprächspartner" Holger Mählich (37) gehörte zum Ensemble der Brecht-Bühne in Ost-Berlin, flüchtete vor einem Jahr in die Bundesrepubllk und ist seitdem ebenfalls auf der Bühne des Thalia zu Hause. Dennoch ist es mehr Zufall, daß sich Regisseur Peter Maertens gerade die beiden als Hauptdarsteller suchte für das Brecht-Stück, das am Sonnabend im "TiK" Premiere hat (weitere Vorstellungen bislang nur am Sonntag und Montag, jewells 20 Uhr). AUe drei, Regisseur und Schauspieler, interessierte vor allem der Stoff, die Parallelen zur Gegenwart, die "reale Angst vor dem Krieg". Zufall ist laut Maertens auch der Aufführungsterrrün: "In die aktuellen Friedensdiskussionen und -demonstrationen wollten wir uns nicht reinhängen." Der Regisseur selbst fehlt bei der "TiK"-Premiere. Peter Maertens steht am Sonnabend im Thalia in "Arsen und Spitzenhäubchen" auf der Bühne.

Geburtstagsgeschenk

Das 35jährige Bestehen der Johanniterhilfsgemeinschaft in Hamburg war Anlaß für ein Geschenk: für die Übergabe eines Behindertenfahrzeugs an die Johanniter-Unfalüülfe. Der Geburtstag und die Übergabezeremonie wurden im Johanniterzentrum an der Barmbeker Straße zünftig mit Bier und emer Gemüsesuppe aus der "Gulaschkanone" gefeiert. Georg v. Rabenau, Kommendator der Genossenschaft des Johanniterordens in Hamburg, und Heinz Gragert, Vorsitzender der Hilfsgemeinschaft, begrüßten rund 180 Gäste, an der Spitze den Herrenmeister des Ordens, Wilhelm Karl Prinz v. Preußen. Das nächste Johannitertreffen mit Freunden und Förderern wird gerade vorbereitet: der große Basar "Helft uns helfen" am 6. November im Atlantic Hotel.

Gäste in Hamburg

Michael Heitau wird zur Fortsetzung seines Gastspiels auf dem Schiff im Atlantic Hotel erwartet. - Der Dirigent Gianfranco Masini stieg im CP Hamburg Plaza Hotel ab. Er wird in der Staatsoper die konzertanten Aufführungen von Verdis "Giovanna d'Arco" leiten. - Paul Brady, Gitarrist aus Dublin, steht in den Garden Hotels in der Gästellste. - Horst Jankowski hat sich im Hotel Inter Continental angesagt. - Der Botho-Lucas-Chor quartierte sich anläßllch seines Gastspiels im CCH im Novotel ein.

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