Asylantenschwemme gestoppt? (III)

Grundsätzllche Übereinstimmung in Fragen der Asylanten- Verminderung stellte der Zuschauer bei Innensenator Pawelczyk (SPD), CDU-Oppositionsführer Perschau und Präsident Dr. Plambeck vom Hamburger Verwaltungsgericht fest. AUe wünschen eine schnellere Abschiebung jener Asylbewerber, die nach rechtskräftigem Abschluß ihrer Gerichtsverfahren nicht als polltisch Verfolgte eingestuft werden. Die Arbeit der Gerichte, die in den nächsten Jahren die Hauptlast des Asylantenproblems zu tragen haben, sollte weiter beschleunigt werden. Hamburg geht da mit gutem Beispiel voran und verkürzte die Verfahren von maximal (sieben

Jahren auf sechs Monate bis zwei 1 Jahre. Erfahrungsgemäß sind 85 Prozent aller Asylanten Wirtschaftsflüchtlinge, die in der Bundesrepublik nicht bleiben dürfen. Pawelczyk empfahl den deutschen Botschaften im Ausland, der Bevölkerung der jewei- Ugen Länder klarzumachen, daß sich das Asylbegehren in der Bundesrepubllk nicht lohne. Alarmierend, daß viele Asylanten in Kriminalität und Prostitution abrutschen oder einfach untertauchen. Andererseits beruhigend die Feststellung, daß das Thema Asylbewerber nicht mehr zur Emotionalisierung verleitet. Eine informative Diskussionsrunde.

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