Für die Ledernacken aus Ohio waren Bier und Betten frei

Damit rund 700 amerikanische Marine-Infanteristen sanft schlafen konnten, räumten Soldaten des Luftwaffenausbüdungsregiments 1 in der Jenfelder Lettow- Vorbeck-Kaserne für dieses Wochenende ihre Betten - sie durften heim zu Muttern. Die US- Marines hatten an dem Manöver "Bold Guard" teügenommen und sollten eigentllch bis zu ihrem Abflug nach Cleveland (Ohio) in der Turnhalle der Kaserne übernachten.

"Der kurze Aufenthalt bei uns wird für die meisten Marines das bedeuten, was sie sich in Zukunft unter Bundesrepubllk Deutschland vorstellen", stellte dazu Oberstleutnant Roll Exner fest. Als Dank für den Einsatzwülen der "Ledernacken" wurde für sie ein Betreuungsprogramm mit Stadtrundfahrt und Freibier, gestiftet von drei Brauereien, zusammengestellt.

Sogar die Friseur-Innung war vorsorgüch alarmiert worden, weü nach eisernen Richtllnien kein US-Soldat mit ungeschnittenen Haaren aus dem Manöver zurückkehren darf. Aber das Massen-Haarschneiden fiel aus - auf dem Schiff, das die Truppe aus Dänemark nach Deutschland brachte, hatte es genügend Haarkünstler gegeben. Doch eine . Jiaeaburger, Bank machte Überstunden, um den US-Gästen in der Kaserne 180 000 Dollar an Wehrsold - zum Teü in deutscher Währung - auszuzahlen.

Ein Manöver unter Beteiligung von US-Marines wird in der Bundesrepubllk aüe vier Jahre abgehalten, hgs

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