Gericht nahm Hinsch ins Kreuzverhör

"In unserer Ehe wurde dauernd über Sex und Geld gestritten", sagte gestern der wegen Totschlags an seiner Ehefrau in England vor Gericht stehende Geschäftsmann Ulf Hinsch (43) aus. Im Kreuzverhör gab Hinsch zu: "Wir waren sexuell nicht glück- Uch. In zehn Jahren haben wir uns ungefähr zehnmal gellebt!"

Ulf Hinsch hatte seine Frau Jeanette als 16jährige im Hause ihrer Eltern in Hamburg kennengelernt und sie zwei Jahre später geheiratet. Jeanette Hinsch (28) wurde im September 1975 als halbverweste Leiche in Südengland gefunden und erst fünf Jahre später identifiziert.

Dei Mordanklage gegen den Ehemann war, wie berichtet, am Dienstag fallengelassen worden, well keine ausreichenden Beweise vorlagen. Hinschs Rechtsanwalt will dem Schwurgericht in Winchester jetzt einen Taxifahrer vorführen, der eine Jeanette Hinsch ähnlichsehende Frau befördert hat. Sie habe einen farbigen US-Soldaten bei sich gehabt. In der Nähe einer Kaserne stieg das Pärchen nach Darstellung des Taxifahrers aus. Die Leiche wurde fünf KUometer von der Kaserne entfernt gefunden.