Bühnenbildner Erich Grandeit geehrt

Vor 21 Jahren hatte ihn der Schauspieler und Regisseur Wasa Hochmann ans heutige Ernst-Deutsch- Theater geholt. Er sollte das Bühnenbild zu "Glocken von London"

entwerfen. Heute überreicht ihm Intendant Friedrich Schütter die Ernst-Deutsch-Medallle in Gold für seine besonderen Verdienste am Theater Erich Grandeit hat inzwischen für das immer bedeutender werdende Theater als Gast die szenische Gestaltung von 39 Aufführungen übernommen. Sie reichten von Aristophanes bis Brecht von Goethe bis Hochhuth.

"Bevor ich mit der Ausstattung eines Stückes beginne, versuche ich alles zu vergessen, was ich vorher gemacht habe", erklärt Grandeit. "In meinen Bühnenbüdern muß natür- Uch alles vorhanden sein, was die geistige Situation des Dichters für unsere heutige Zeit deuüich macht. Es muß sich dabei eine Synthese aus den Vorstellungen des Regisseurs und aus eigenen Ideen ergeben."

Obwohl Grandeit sich nie um einen persördichen Stil bemüht, ist die eigene Handschrift unverkennbar. Sie zeigt sich in der seltsam hintergründigen Atmosphäre seiner Räume. Besonders gern arbeitet er unter der Regie von Friedrich Schütter - "weü wir in der Grundauffassung schnell die gleiche Ebene finden". Mö.

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