Entschädigung für den "vergessenen" Häftling

Späte Genugtuung wurde dem "vergessenen" Haftung von Vorarlberg zuteü, der im April 1979 qualvolle 18 Tage ohne Essen und Trinken in einer Pollzeiarrestzelle verbringen mußte, ehe er durch Zufall entdeckt wurde. Der Oberste Gerichtshof in Wien sprach dem Bregenzer Andreas Mihavecz die von ihm verlangte Entschädigung in Höhe von 250 000 Schilling (rund 36 000 Mark) zu. Der damals 18 Jahre alte Mihavecz war nach einem Unfall in die Gemeindearrestzelle von Höchst in Vorarlberg eingesperrt worden und danach vergessen worden. In der Haft verlor er 24 KUo Gewicht. Da die Zelle im Keller lag, hörte niemand seine Hilferufe. Drei Polizeibeamte waren im November 1979 wegen des Falles zu Geldstrafen verurteüt worden. < dDa >

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