Echo zum geplanten Rathausmarkt-Umbau

Urteil der Bürger eindeutig: So nicht!

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Der kostspielige Umbau des Rathausmarktes mit seinen nachteiligen Folgen für den City-Verkehr beschäftigt viele Hamburger. Nach der Anlieger-Versammlung In der Handelskammer, die ? wie gestern berichtet ? zu einer Protestkundgebung

Arthur Duncker, Hamburg 66, schreibt: "Obwohl der Karneval längst vorbei ist, tanzen auf dem Rathausmarkt immer noch die Narren, und während man allenthalben versucht, die Scherben ideologischer Schulpolitik zusammenzukitten, hat nun die Ideologisierung auch das Hamburger Baugeschehen erfaßt. Statt sich um eine vernünftige Entflechtung von Verkehr und Fußgängerbereich zu bemühen, tanzen sie Ringelreihen und singen ?Autos, Autos aus der Stadt" und kommen sich dabei ungeheuer zuikunftsträchtig vor."

"Auch die Opposition mit ihrer schwächlichen Spitze", meint der Leser, "bringt nicht recht was Kreatives. Wer aber soll die Scherben einer unibenutzten Innenstadt kitten? Hamburg wird von einem Bürgermeister regiert, der wiederum von seinem Pressesprecher, die Baubehörde von der Finanzbehörde und alle zusammen von der sogenannten .Basis', einer eigenwiligen Mischung aus Rot und Grün."

Gustav Adolf Jörss, Hamburg 13, meint: ?Sieht man von den Kosten von mindestens 25 Millionen Mark ab ? angesicht des städtischen Schuldenbergs geradezu eine Ungeheuerlichkeit ? so können doch die Folgen dieses Vorhabens, das angeblich der innerstädtischen Verkehrsbelebung dienen soll, in der

betroffener Geschäftsleute wurde, hat das Hamburger Abendblatt weitere ablehnende Stellungnahmen erhalten. Die Tendenz ist eindeutig: So nicht! Zustimmung zum Rathausmarkt-Umbau gibt es von keiner Seite.

Praxis nur auf eine weitere Verkehrsverödung hinauslaufen."

Zusätzliche Erschwerungen des rollenden Verkehrs durch neue Fußgängerzonen, weiter eingeschränkte Parkmöglichkeiten und verminderte Fahrbahnbreiten müssen doch zwangsläufig ? so der Leser ? einen sehr gro- ßen Prozentsatz der bisherigen Innenstadtbesucher aus diesem Gebiet vergraulen. "Es werden nicht mehr, sondern noch weniger Menschen als bisher die City aufsuchen. Denn es widerspricht allen Erfahrungen, daß man Besucher in ein Gebiet locken kann, indem man ihnen ? die Zufahrten erheblich erschwert."

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