Ein teurer Umbau und seine Folgen

Der Streit um den Rathausmarkt

| Lesedauer: 2 Minuten

Morgen abend um 18 Uhr will die Baubehörde in der Handelskammer vor geladenen Geschäftsleuten und Grundeigentümern der City berichten, wie sie sich die beschlossene Umgestaltung des Rathausmarktes denkt. Was die Wirtschaft der Innenstadt

Künftig soll kein Automotor mehr die Stille des Rathausmarktes stören, ausgenommen die Dieselmotoren von Bussen, die aber nur noch auf der Seite des Fölschblocks den Platz passieren dürfen. Wie berichtet, soll die Fußgängerzone vom Rathausmarkt in den Alten Wall sowie über die Schleusenbrücke in die Poststraße reichen.

Demnach haben alle Busse aus dem Straßenzug Gerhof-/Poststraße zu verschwinden. Die Umleitung erfolgt über den Jungfernstieg. Deshalb forderte der HVV dort eine zweite Busspur. Sie hätte den Privatverkehr in unzumutbarer Weise behindert. Darum einigten sich Baubehörde, Bezirksamt Mitte und HW darauf, auch die bestehende Busspur, die sich ausgezeichnet bewährt hat, aufzuheben. Die Busse sollen im übrigen Verkehr "mitschwimmen" ? bis zu hundert je Stunde. Aber das ist noch nicht alles. Die Beubehörde will gleichzeitig die Insel in der Jungfernstiegmitte dopptelt so breit anlegen und mit einer zweiten Baumreihe bepflanzen. Demnach werden die Fahrbahnen erheblich reduziert. Sie haben jedoch die doppelte Zahl der Busse aufzunehmen. An

noch mehr interessiert, sind die einschneidenden Verkehrsbelastungen, die der Umbau zur Folge hat. Drastische Beschränkungen des Individualverkehrs sind unvermeidlich. Die Neugestaltung allein des Rathausmarktes kostet 25 Millionen Mark. einigen Kreuzungen räumt man ihnen Sonderrechte mit seperaten Grünphasen ein. An der Ecke Jungfernstieg/Reesendamm müssen die Busse von der Straßenmitte aus rechts in den Reesendamm einbiegen, weil die Gelenkfahrzeuge die scharfe Kurve sonst nicht schaffen. Die Busse kreuzen also den übrigen Verkehr.

Gegen diese geplanten Verkehrsregelungen hagelt es Proteste der Geschäftswelt. Die Umgestaltung des Rathausmarktes, so heißt es, werde mit strangulierenden Fortsetzung auf Seite 4

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: 1980