Zwei neue Schiffe kommen den Flüchtlingen zu Hilfe

Eigener Bericht - dpa - ap - ASD

Bonn/Bremen, 31. Juli

In Bremerhaven soll morgen die Umrüstung des Motorfrachters "Flora" (1443 BRT) zum Hilfsschiff des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) beginnen. Die Umrüstung wird drei bis vier Wochen dauern, für die Reise ins Südchinesische Meer braucht das Schiff, das nur 12 Knoten schafft, fünf bis sechs Wochen.

Das Schiff soll zur medizinischen Versorgung der Indochina-Flüchtlinge eingesetzt werden, die in den Lagern auf den Flug in ihre neue Heimat warten. An Bord des Schiffes werden 12 Mann Besatzung und rund zwei Dutzend DRK-Mitglieder sein.

Die ?Gesamtkosten für den Einsatz werden mit zehn Millionen Mark angegeben. Zugesagt haben bereits Berlin 500 000 Mark, das Saarland 200 000 Mark, die Bundesregierung, Baden- Württemberg, Niedersachsen und Bayern je eine Million Mark.

Die deutsche Sektion des europäischen Komitees "Ein Schiff für Vietnam" hat gestern zunächst für drei Monate den deutschen Frachter "Cap Anamur" (6350 BRT) gechartert. Das neue Schiff, das dem Reeder Hans Voß aus Reilingen (Kreis Pinneberg) gehört, liegt in Kobe (Japan) vor Anker. Schon Ende dieser Woche soll es mit Lebensmitteln, Medikamenten und einem Ärztestab an Bord nach Singapur auslaufen. Die Hilfsorganisation, die schon die Hospitalschiffe "L'Ile de Lumiere" und "Baie de Lumiere" betreibt, finanziert sich ausschließlich aus privaten Spenden. Für das dritte Schiff wird eine Charter von 7000 Mark pro Tag gezahlt.

Das US-Versorgungsschiff "White Plains" hat im Südchinesischen Meer 29 vietnamesische Flüchtlinge aus einem sinkenden Boot gerettet. Die Flüchtlinge hatten kein Trinkwasser mehr und waren völlig erschöpft, sie sollen über die Philippinen in die USA gebracht werden.

"Ein Schiff für Vietnam" ? Spendenkonto 16 102 220 Stadtsparkasse Köln.

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