Erst die Liebe, dann die Musik

"Erst kommt die Liebe, dann die Musik", meinte die Hamburgerin Elke B e s t , als sie vor zwei Jahren ihren Karatemeister Thomas Born kennenlernte. Und was tat die Hitparaden-Stürmerin? Sie hängte die Sängerin an den Nagel. Hektik und Erfolg waren ihr zuviel geworden.

Heute, glücklich verheiratet, aber sagte sie: "Ich spürte, daß ich nicht mehr ich selbst war. Alle waren nett zu mir, klopften mir auf die Schulter, duzten und hofierten mich. Ein solches ,Star- Dasein' paßte mir nicht."

Die Schallplatten-Branche stand köpf. Daß jemand Erfolg und Plattenumsatz ignorierte, hatte es noch nicht gegeben. Doch die 22jährige Künstlerin blieb standhaft und half ihrem Mann in der Sportschule beim BodyrBuilding für Frauen: "Nicht, damit sie Bizeps kriegen, wohl aber schöne Formen."

Vielleicht hätte Elke Best, die schon mit 14 Gesangssolistin beim Kinderfunk war, in der Fernsehsendung "Betty's Beat-Box-Haus" von jugendlichen Zuschauern dreimal auf Platz 1 gewählt wurde, bei der Kölner Gruppe "Black Föös" sang und mehrfach in der Heckchen ZDF-Hitparade ("Die Babys krieg' immer noch ich") auftrat, nie wieder zu singen angefangen, wenn nicht ihr Mann dafür gewesen wäre. Allerdings mit der Einschränkung: "Nur so nebenbei."

"Wenn ich jetzt irgendwo auftrete, ist er immer dabei. Die Alternative .Entweder Mann oder Musik' gibt es für mich nicht", lacht Elke Best und fügt hinzu: "Jetzt duzen mich nicht mehr alle" und sind auch nicht mehr so kumpelhaft. Auf einmal macht's mir Spaß!" Ihren neuesten Titel "Du bist der Größte", den sie am heutigen Sonnabend in der "Schaubude" singt, hat sie übrigens aucn ihrem Mann gewidmet. lie-

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