Stadtautobahnen ? damit die City leben kann!

Die Hamburger Handelskammer setzt sich für den Bau eines Stadtautobahn-Tangentenrings ein, der Hamburg halbkreisförmig umfassen und der den Straßenverkehr zwischen den äußeren Stadtgebieten und den Städten und Gemeinden des Hamburger Umlands auffangen soll.

In einer Stellungnahme zum Generalverkehrsplan des Senats stellt die Handelskammer fest, daß alle bisher genannten Autobahnen sternförmig auf den Verkehrsknoten Hamburg zulaufen, das Stadtgebiet durchqueren und als "Zwangspunkte" die drei vorhandenen Eibübergänge berühren.

"Hier", so die Handelskammer wörtlich, "mischt sich dann der Fernverkehr mit den starken Verkehrsströmen, die der Ballungsraum selbst entstehen läßt. Schon heute sto- ßen der neue Elbtunnel und die Eibbrücken an ihre Kapazitätsgrenzen."

Der ständig wachsende Fern-, Regional- und innerstädtische Verkehr lasse sich in der Zukunft nur dann beherrschen, wenn entscheidende Schritte zur Entlastung des innerstädtischen Straßennetzes sowie der Eibbrücken und des Eibtunnels unternommen würden.

Ein Tangentenring, meint die Handelskammer, könne den Fernverkehr aus den äu- ßeren Stadtbezirken und den Randgemeinden schneller mit dem Autobahnnetz verbinden. Unumgänglich sei daneben der Bau der politisch bisher umstrittenen Osttangente zur Entlastung der Langenhorner Chaussee: "Wenn die Innere Stadt wieder humaner werden und die City lebensfähig bleiben soll, dann ist ein Bau der Osttangente unverzichtbar."

Man komme nicht darum herum, den zunehmenden Verkehr durch ein System von Hochleistungsstraßen an den Wohngebieten, Ortszentren und Verdichtungsräumen vorbeizuführen. "Die direkte oder indirekte Verdrängung des Verkehrs ohne großzügigen Straßenausbau ist nicht akzeptabel, weil mit dem unerwünschten dann auch der notwendige Verkehr auf der Strecke bleibt." ab

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