Der Kunsthallen-Coup

Zufall bringt Gemälde-Dieb hinter Gitter

Eigener Bericht

re Hamburg, 5. August In die Freude über die Aufklärung des größten Gemälde- Diebstahls in der Geschichte der Bundesrepublik mischte sich am Freitag eine große Überraschung: Die Hamburger Kunsthalle erhielt von der Polizei nicht 22, sondern 23 Gemälde zurück. Des Rätsels Lösung: In der Schadensmeldung nach dem Einbruch war ein Bild von Gurlitt übersehen worden.

Die Aufklärung des Verbrechens, bei dem am vergangenen Wochenende Bilder im Werte von mehr als 1,5 Millionen Mark verschwunden waren, verdankt die Polizei einem Zufall. Die 34 Jahre alte Pächterin der Kunsthallen-Cafeteria erkannte in der Innenstadt einen Mann wieder, der sich vor dem Diebstahl wochenlang jeden Tag in dem Museum aufgehalten hatte und der seit dem Einbruch dort nicht mehr gesehen worden war. Es ist der 36 Jahre alte Jürgen P. Er hat ein Geständnis abgelegt. In der Wohnung seiner Freundin fanden sich die Bilder. Die Belohnung von 70 000 Mark wird vermutlich die Cafeteria-Pächterin erhalten. Bericht Seite 4

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