Bund der Steuerzahler:

"Reform der Sozialarbeit ist nötig"

"Die seit zehn Jahren überfällige Reform der sozialen Dienste muß nach Auffassung des Bundes der Steuerzahler umgehend durchgesetzt werden." Mit dieser Erklärung hat sich die Hamburger Steuerzahler- Organisation in die Diskussion um die Zersplitterung der Fürsorge-Einrichtungen in der Hansestadt eingeschaltet.

"Der Bürger als Klient und Steuerzahler hat einen Anspruch darauf, daß die behördlichen sozialen Dienste so effektiv wie möglich gestaltet werden", meint der Bund. Er wendet sich zugleich gegen SPD-Pläne, die Jugendämter in die Bezirksverwaltung einzugliedern: "Laufende zusätzliche Kosten in Millionenhöhe würden den Steuerzahler dauerhaft belasten."

Auch die Sozialausschüsse der CDU wenden sich dagegen, Teile der fürsorgerischen Dienste auf die Bezirksebene zu verlagern. "Schon jetzt sind die Kompetenzverwirrungen und -Überschneidungen in der Praxis unerträglich. Gerade diese Mißstände würden sich bei einer Zersplitterung auf sieben Bezirksämter noch vermehren", erklärte die CDU-Politikerin Irene Kni.ckrehm, Mitglied des Landesvorstandes der Sozialausschüsse. Ihre Forderung: "Es ist jetzt endlich an der Zeit, daß sich der Senat verstärkt der Sozialarbeit in den Hamburger Behörden widmet und Organisation und Struktur dem Stand der heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse anpaßt." rup

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