Martini-Preis: Elf Ärzte ausgezeichnet

In der Uniklinik Eppendorf wird am Montag elf Ärzten des Universitätskrankenhauses der Martini-Preis ? traditionsreichste wissenschaftliche Auszeichnung Europas ? verliehen. Der Preis, 1880 von Hamburger Kaufleuten gestiftet, ist in diesem Jahr mit 21 000 Mark dotiert.

Zu einem Viertel geht er diesmal an Dr. Niels Bleese und Dr. Volker Döring für eine Arbeit auf dem Gebiet der Herzchirurgie. Sie haben ein Verfahren entwickelt, das *s ermöglicht, mit Hilfe chemischer Lösungen während einer Operation das stillstehende Herz von Patienten zu ernähren, so daß es zwei Stunden lang angehalten werden kann, ohne abzusterben.

Die restlichen drei Teile des Martini-Preises teilen sich die Ärzte Dr. Volker Schumpelick, Dr. Dietrich Grossner, Dr. Gerhard Kessler, Dr. Werner Lauchart, Dr. Friedrich Begemann und Dr. Gerd Bandomer für eine tierexperimentelle Studie; Dr. Arne Burkhardt und Dr. Reinhard Maerker für eine Forschungsarbeit über die Vorstadien des Mundhöhlenkrebses und Dr. Jobst Sievers vom Anatomischen Institut der UKE für tierexperimentelle Studien de" Nervensystems.

Am Dienstag wird der Preis der Wilhelm-Warner-Stiftung Hamburg ? für Erfolge bei der Erforschung und Bekämpfung der Krebskrankheit ? erneut verliehen. Er ist mit 20 000 Mark dotiert. Das Geld geht jeweils zur Hälfte an Professor Dr. Robert R. Friis (36) vom Institut für Virologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen und den Privatdozenten Dr. Klaus Rüdiger Trott (38) vom strahlenbiologischen Institut der Universität München.

Die Stiftung geht auf den 1960 an Krebs gestorbenen Hamburger Gastronomen Wilhelm Warner zurück.

co/dpa

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