Er fordert: Straßen - sonst bricht der Verkehr zusammen

Die Schreckensvision des Bausenators Bialas

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I" sehn Jahren droht d"r Autoverkehr in Hamburg rasaeamenWibreeben! Diese g"areekensTisioa entwarf Bausenator Dr. Bett Bialas (FDP) em vierte" Tag der Baushsltsberetungen in der Bürgerschaft

Bei weiter steigendem Kraftfahrzeugbestand sei in der zweiten

Hälfte der 80er Jahre mit einem Verkehrschaos auf den Straßen der Hansestadt zu rechnen, wenn nicht bald "entscheidende Neubaumaßnahmen" in Angriff genommen würden. Hintergrund der Bialas- Warnung: In Hamburg wurden in diesem Sommer mehr als 570000 Kraftfahrzeuge gezählt. Mit anderen Worten: Etwa Jeder dritte Hamburger hat, statistisch gesehen, ein Auto; Im Umland kommt sogar auf zweieinhalb Einwohner ein Kraftfahrzeug.

"Die politische Einstellung zum Straßenbau muß sich ändern", forderte der Bausenator, der sich zugleich für ein "abergeordnetes Straßennetz, insbesondere wenn es der Bund bezahlt", aussprach. Das Reizwort Stadtautobahn nahm Bialas allerdings nicht in den Mund. Er tendiert mehr zu "anbaufreien Strecken". Der Behörden-Jargon versteht darunter Hauptverkehrsstraßen, auf die die Anlieger Jedoch keine direkte Zufahrtmöglichkeit haben.

Weite Strecken der Debatte um den schließlich gegen die stimmen der CDU mit der SPD/FDP-Mehrheit angenommenen Etat der Baubehörde (U Milliarden Mark Ausgaben) wurden von unterschiedlichen Standpunkten zum Wohnungsbau bestimmt Der Abgeordnete Klaus Francke (CDU) ritt etliche scharfe Attacken gegen den Senat Der Oppositionspolitiker vermißte, an den Chef der Baubehörde gewandt eine Konzeption zur Mietenentwicklung, beim sozialen Wohnungsbau und auch bei der SAGA,

Kritische Worte fand Francke auch für das arabische Engagement der vom SAGA-Vorstand geführten Hamburger Stedtentwicklungs- Gesellschaft Unter Anspielung auf die saudiarabische Hauptstadt: "Wir wollen keinen Riad-Kreisel wie den Steglitzer Kreisel in Berlin." Bialas' Antwort: "Ich habe dem SAGA-Vorstand ausdrücklich gedankt daß er Initiativen im Orient entfaltet und damit einige Hamburger Bauhandwerker beschäftigt hat." rup

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