"Nur Stadtautobahnen entlasten den Verkehr"

"Es gibt keine Alternative zur Stadtautobahn", stellt der ADAC Gau Hansa zum kürzlich von der Baubehörde vorgelegten Generalverkehrsplan fest. Nur mit autobahnmäßig ausgebauten Entlastungsstraßen könne künftig der wachsende Verkehr bewältigt werden. Andere Möglichkeiten, wie der Ausbau des bestehenden Straßennetzes, sind nach Ansicht des ADAC keine Alternative angesichts der positiven Erfahrungen vieler Großstädte mit kreuzungsfreien Autobahnen. Dort sei die Zahl der Unfälle um ein Drittel geringer als in Städten wie Hamburg, die noch keine Stadtautobahnen haben.

Der ADAC appelliert deshalb an die Behörden, die im Generalverkehrsplan vorgelegte Netzkonzeption nicht länger hinauszuzögern. Vielmehr solle man sofort mit Teillösungen beginnen, die bereits eine Entlastung für den Gesamtverkehr bringen würden. In diesem Zusammenhang setzt sich der ADAC besonders für den Baubeginn der Osttangente zwischen der Landesgrenze und Winterhude ein. Allein dieser Teilabschnitt kann ? so der ADAC ? die Langenhorner Chaussee spürbar entlasten.

Weiter verlangt der Club den Baubeginn einer Autobahn-Querverbindung in Ost-West-Richtung zwischen Eidelstedt und Eppendorf. Diese Schnellstraße soll auf der Südseite der Tarpenbek verlaufen. Ebenso dringlich sei eine südliche Hafenrandstraße mit einem weiteren Eibtunnel zwischen dem Baumwall und Steinwerder. Die spiralenförmige Zufahrt zu diesem Tunnel ? auf dem Nordufer der Elbe ? ist bislang von jeder Bebauung freigehalten worden. Präzise Termine gibt es für diese Projekte noch nicht.

Außerdem plädiert der ADAC dafür, den Parkraüm in der Innenstadt nicht weiter einzuschränken. Denn der Wirtschaftsverkehr müsse im heutigen Umfang erhalten bleiben. Ferner lehnt der ADAC eine Erhöhung der Parkuhrgebühr von 10 Pfennig auf eine Mark je halbe Stunde entschieden ab. Damit werde kein einziger neuer Stellplatz gewonnen. hn

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