,Vater' der Köhlbrand-Brücke

Er stand zu seinen Lehrern immer im Widerspruch. Seine Ideen und auch seine Entwürfe waren ihnen zu visionär, verwirrten die Professoren. Doch die Erfolge gaben ihm schließlich recht. Egon Jux (47), "geistiger" Vater, Entwerfer und Designer der neuen Köhlbrandhochbrücke, die morgen um 10.30 Uhr eingeweiht wird, ist heute weltweit beachteter Architekt.

In Königsberg geboren, besuchte er nach der Ingenieurschule in Bremen die Meisterklasse Werner Hebebrand der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, wurde Architekt und einer der größten Brückenbauer Deutschlands. Hamburg verdankt ihm auch das Polizei-Hochhaus, das Übersee-Zentrum, den südlichen Teil des neuen Eibtunnels, die ausländischen Gärten der IGA 63 sowie die Brücke von den Großen Wallanlagen zum Heiligengeistfeld und die Eibbrücke für die Umgehungs-Autobahn.

Er hat aber auch das Hotel Momella Game Lodge in Tansania für Hardy Krüger entworfen, ist publicityscheu, voller Ideen, Idealist und überzeugter Zeuge Jehovas und sieht im Beruf auch das Hobby.

Der Existentialist von 1965 orientiert sich heute bei allen Schöpfungen an der Natur. So sind seine Häuser "Buchenblätter", "Schnecken", "Krabben", stahlgewordene "Raupen". Seine Kinder heißen Inka (18), Ben (14), Pari (12), Manon (10) und Thabita (8). "Der Klang der Namen ist Gestaltung:" Frau Elvira, ehemals Lehrerin an der Meisterschule für Mode, und seine Kinder sehen im Vater einen Mann, der so vieles in sich vereinigt ? auch Ruhe und Selbstbewußtsein. kow.

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.