Achtes Todesopfer im NATO-Manöver?

Eigener Bericht n. Neumünster, 16. September Die Zahl der Todesopfer, die das NATO-Manöver "Bold Guard" gefordert hat, wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit von sieben auf acht erhöhen. Noch immer ist ein britischer Fallschirmspringer vermißt.

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat sich einen Tag nach der Nachtlandung der Sicherheitsoffizier des Kommandeurs für die Übergänge des Nord-Ostsee-Kanals, Oberstleutnant Siegfried Mattern (55), das Leben genommen. Vermutungen, nach denen die verhängnisvolle Luftlande- Operation die Ursache für den Selbstmord sei, sind von einem Sprecher des alliierten Presse- und Informationszentrums in Neumünster nicht bestätigt worden.

Ebenso ist noch ungeklärt, ob der Kanal zum Zeitpunkt des Absprungs tatsächlich gesperrt war. ?Ich möchte diese Frage nicht beantworten, um

dem Ergebnis einer Untersuchungskommission nicht vorzugreifen", erklärte der Kommandeur der alliierten Landstreitkräfte Schleswig-Holstein und Jütland, Generalleutnant Heinrich Schwiethal, auf einer Pressekonferenz zum Abschluß des Manövers.

Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 206 bei Wittenborn (Kreis Segeberg) kam der 21jährige Soldat Manfred H. aus Hamburg ums Leben. Sein Wagen war auf regennasser Straße ins Schleudern geraten und gegen einen Linienbus geprallt. Der Beifahrer, der 20jährige Soldat Wolfgang S. aus Hamburg, wurde schwer verletzt.

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