Viele Bürger protestierten

Besseres Wohnen am Rande der City

Gegen die Planung von Stadtautobahnen mitten durch Hamburger Wohngebiete protestierten gestern nachmittag mehrere hundert Einwohner aus Eimsbüttel, Hoheluft, Eppendorf, Harvestehude, Winterhude und Barmbek. Auf Empfehlung der Bürgerinitiative Isebek wurde eine Fünf-Punk-* te-Resolution verabschiedet. Wörtlich heißt es: "Die Bürgerschaftsabgeordneten werden aufgefordert, Sorge zu tragen, daß die Alster-Halbring-Autobahn (sie führt über den Isebek-Kanal) aus dem Flächennutzungsplan herausgenommen wird."

Alternative dazu sollte eine "attraktivere Nahverkehrspolitik für Hamburg sein", damit das Wohnen in den zentrumsnahen Stadtteilen wieder lohnenswerter werde.

Die weiteren Punkte der Resolution: ? Der Senat soll vor Verabschiedung des Flächennutzungsplanes ein politisches Programm für den Verkehr in ganz Hamburg vorlegen, das der Zerstörung unserer Stadt durch den Autoverkehr entgegenwirkt.

- Es wird ein intensiveres öffentliches Anhörverfahren zum Flächennutzungsplan gefordert.

- Die Öffentlichkeit muß über den zu beschließenden und beschlossenen Flächennutzungsplan ausführlich unterrichtet werden.

Die Resolution endet: "Von humanem Städtebau ist Viel geredet worden. Die Bürgerschaftsabgeordneten müssen durch ihre Entscheidung in jedem Einzelfall beweisen, wie ernst sie es damit meinen."

Einmütigkeit mit den Bürgern, die nicht "Planungsobjekte" sein möchten, zeigten die Bürgerschaftsabgeordneten Ulrich Hartmann (SPD), Dr. Jürgen Westphal (CDU) und das Mitglied der Baudeputation, Martin Kirchner (FDP). Die Bürgerinitiative will bei der nächsten Veranstaltung die Befürworter der Stadtautobahn ins Kreuzverhör nehmen, gp.

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