Abschied von Erich Weiher

Wieder ist die alte Thalia-Besetzung um ein beliebtes Mitglied ärmer geworden: Erich Weiher, der seit mehr als 35 Jahren zum Ensemble gehörte, ist im Alter von 78 Jahren in der Nacht zum 8. März an Herzversagen gestorben. Vor wenigen Tagen hat der aus Berlin stammende Schauspieler, der in der Ära Mundorf vom Altonaer Stadttheater an

den Gerhart-Hauptmann-Platz überwechselte, im "Feind des Volkes" noch auf der Bühne gestanden.

Wenn der sympathische Kollege und vielseitig begabte Darsteller auch im Alter mit seinen Kräften haushalten mußte, so erschien er doch immer wieder in kleinen, aber profilierten Rollen. In Gogols "Revisor" war er der Diener Mischka, in "Troilus und Cressida" der Priester Kalchas. Häufig ist er ? und nicht nur in Weihnachtsmärchen ? auf der Szene Partner seiner vier Monate vor ihm verstorbenen Kollegin Charlotte Kramm gewesen, der Witwe von Willy Maertens, mit dessen Familie ihn ebenso wie mit seinem Publikum eine gute Freundschaft verbunden hat. b.

JEANETTE SCOVOTTI von der Hamburgischen Staatsoper singt am Donnerstag (9. März) in der Londoner Covent Garden Opera die Zerbinetta in "Ariadne auf Naxos" von Riehard Strauss im Rahmen eines Gesamtgastspiels der Bayerischen Staatsoper. LUCIENNE ANTONINI, Organistin an der Kathedrale Notre Dame zu Avignon, gastiert morgen in der Marktkirche Poppenbüttel. Auf ihrem Programm steht der selten gespielte Zyklus "Les chemin de la croix" (Kreuzwegstationen) von Marcel Dupre auf Texte von Paul Claudel. (Beginn 20 Uhr.)

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