Er schlug Delphin-Europameister Hans Lampe

Lutz Stoklasa hatte eine glückliche Hand

Eigener Bericht

ha. Wattenscheid, 11. August

Eine ausgesprochene glückliche Hand hatte am vierten Tag der deutschen Schwimmeisterschaften der Burghausener Latz Stoklasa. Der frühere Europarekordmann lieferte sich im Finale über 100 m Delphin ein erbittertes Rennen mit Hans Lampe, dem Europameister über diese Distanz. Nur um einen Wimpernschlag hatte Stoklasa die Hand eher am Anschlag. Die Zeit für den neuen deutschen Meister: 58,53 Sekunden gegenüber 58,59 Sekunden von Hans Lampe.

Dieses Rennen war zugleich der Höhepunkt dieses Wettkampftages, denn mit dem Drittplacierten Herbert Franke aus Bochum (58,9) blieb ein weiterer Schwimmer unter der International beachtlichen 69-Sekunden-Marke.

Ihren zweiten Titel holte eich die erst 14jährige Helga Mack. Über 400 m Lagen schwamm die Bonnerin zugleich mit 5:26,4 Minuten ihren zweiten DSV-Rekord. Dieses Finale wurde für den Trainer des SSF Bonn, Gerhard Hetz, überdies zu einem weiteren persönlichen Triumph. Hinter Helfa Mack kamen mit Helga liemann (5:30,1), Monika Buse (5:38,3) und Sabine Robra (5:40,2) drei weitere seiner Schützlinge auf die nächsten Plätze vor Sigrid Warming (Hamburger SC), die 5:41,9 schwamm.

Aber auch in den beiden Staffel-Wettbewerben gab es neue Bestleistungen. Über 4X200 m Freistil der Männer stellte der SSF Bonn mit 8:01,8 Minuten einen neuen DSV-Rekord auf und streifte in der Besetzung Werner Lampe, Ernst Speidel, Walter Mack und Gerhard Schiller die Acht-Minuten-Grenze. Als Startschwimmer erreichte Werner Lampe 1 :56,4 ?Minuten und stellte damit die erst einen Tag zuvor von dem Amerikaner Frank Heckl bei den panamerikanischen Spielen in Cali aufgestellte Jahresweltbestleistung ein.

Doch auch die jungen Damen waren in Rekordlaune. Die Staffel von Blau-Weiß Bochum mit Hellen Koriath, Anette Kurze, Ulrike Schneider und Petra Nows kam über 4X100 m Brust auf die gute Zeit von 5:28,7 Minuten,

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