ADAC: Neue Plane zur Losung der Verkehrsmisere

Dauerparker unter Beschuß

Der ADAC will im kommenden Frühjahr eine Institution mit dem Namen "Verkehrsinitiative Hamburg" gründen. Diese Vereinigung soll neue Pläne für eine Verbesserung des Verkehrs in der Innenstadt ausarbeiten.

Damit setzt der ADAC in der Diskussion, die das Hamburger Abendblatt in diesen Tagen über die Verkehrsmisere der City "begonnen hat, neue Akzente. Weiterhin gehen in der Redaktion Tag für Tag weitere .Leserbriefe zu dem Thema ein. Der "Verkehrsinitiative Hamburg" sollen, wie der erste Vorsitzende des ADAC Hamburg, Heinrich Ebeling, gestern sagte, Vertreter der Innenbehörde.

Wirtschaftsbehörde, Baubehörde, Polizei, Handelskammer, Verkehrswacht, Verkehrsakademie sowie des Hamburger Verkehrsverbundes und der Presse angehören. Gemeinsam wolle man ein Konzept für die Zukunft erarbeiten.

Einer der wichtigsten Punkte dabei sei ? ? so Ebeling ? ? das Problem der Dauerparker, die während der Bürozeit von morgens bis abends kostbaren Platz beanspruchen, der eigentlich Kurzparkern eingeräumt werden müßte. Im übrigen hält Ebeling die Zahl der heute verfügbaren Stellplätze in der Innenstadt (knapp 29 000) für ausreichend. Er fordert allerdings eine bessere Beschilderung der Zufahrtswege au Parkplätzen und Parkhäusern. Heute seien die Hinweise völlig unzureichend.

Dringend nötig sind nach Ansicht des ADAC citynahe Parkplätze an

Schnellbahnstationen. Dabei sei vor allem der Bau von mehrstöckigen Parkdecks zu erwägen. In diesem Zusammenhang wünscht sich der ADAC auch längere Einkaufszeiten in den Geschäften an

Park-and-Ride-Plätzen. Wenn Autofahrer später am Abend ? wie heute im Hauptbahnhof ? noch einkaufen könnten, habe man einen zugkräftigen Anreiz für Park-and- Ride-Plätze und könnte gleichzeitig die täglichen

Verkehrsspitzenzeiten "entzerren". hn

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