Thema Butterpreise wird heiß diskutiert

Der Bericht vom gestrigen Freitag im Hamburger lAbendblatt über die Butterpreise hat ein lebhaftes und damit vor allem kritisches Echo beim Hamburger Einzelhandel gefunden.

Dazu bedarf es folgender Feststellung: Der Einzelhändler kann mit dem Verlauf von Butter kein reicher Mann werden. Einige Lebensmittel jedoch, und dazu gehört eben die Butter, sind sozialkalkulierte

Artikel und bürden dem Einzelhändler deshalb die Verpflichtung auf, sie als solche anzuerkennen und die Gewinnspanne so niedrig wie möglich zu halten.

Bei Butter ist durch Einführung der Interventionspreise im Januar nachweislich eine Preissenkung möglich gewesen. Sie wurde auch, weil gleichzeitig die Konkurrenz der preisgünstigen Molkereibutter auf dem Markt war, voll an den Verbraucher weitergegeben. Ein 250- Gramm-Paket kostete im Januar 1,64 bis 1,68 Mark. Inzwischen hat es pro 250 Gramm lediglich eine Preiserhöhung von eineinhalb Pfennig (Ausformzuschlag) gegeben. Das ist, auf den Einkaufspreis berechnet, ein Preisanstieg von einem Prozent.

Berechtigte Frage: Warum haben soviele Händler um über 15 Prozent erhöht? ab

Foto: P. GEUER

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