Verkehrsplaner müssen besser zusammenarbeiten

Am Ochsenzoll ein Chaos ohne Ende?

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Die Verkehrslawine rollt weiter. Aber weder die Langenhorner Chaussee noch ihr Kreuzungspunkt mit der Schleswig- Holstein-Straße nnd der Segeberger Chaussee sind künftig noch in der Lage, dem Autostrom ein genügend leistungsfähiges "Bett" anbieten zu können. Allein die Langenhorner Chaussee befahren schon jetzt täglich mehr als 22 000 Fahrzeuge.

Im Ortsausschuß Fuhlsbüttel herrschte gewissermaßen Alarmstimmung, als die Zahlen einer von Schleswig-Holstein durchgeführten Verkehrseählung bekannt wurden. Danach wurden in der Schleswig-Holstein- Straß e innerhalb von 24 Stunden in beiden Riebtungen 12 707 Fahrzeuge registriert. In der Segebengiar Chaussee wesitiiiich der Langenhorner Chaussee waren es 10 243, östlich 9099, und in der Ulzburger Straß© wurden 7429 Kraftfahrzeuge gezählt. Unter den registrierten Wagen befanden sieh 7098 La&tfiahrzeuge.

Auch der Ortsausschuß Fuhlsbüttel ist nicht in der Lage, die Fahrzeugschlangen von heute auf morgen zu beseitigen- Durch einen einstimmig angenommenen SPD-Antrag will er jedoch versuchen, die weitere Entwicklung mehr als bisher zu b*rückisich)tigen. In diesem Antrag wind unter anderem eine bessere Information über diie Planungen und Beratungen zwischen Hamburg, dem Bund und dem Lande Schleswig-Holstein gefordert.

Wie Jan Ehlers (SPD) betonte, sei man raunmehr kihiger gewordiem. "Beim Stpa- ßenbaiui to solchen Gräßaneidnungen muß eine Bewuiß'tsedmisäradenung unserer Planer eintreten. Frühere Planungen sind nicht mehr als endgültig: hinzunehmen!" Vor altem die nasche Entwicklung Norderstedts sei in diesem früheren Überlegungen nicht berücksichtigt worden. Für die Langenhorner Chaussee gäbe es keine Alternative.

Der Abgeordnete wies darauf hin, daß die Pkw-Diehte. noch weiter zunehmen werde. So müsse von 1980 bis 1985 in Hambumg mit einer Steigerung von 33, im Kreis Segebejig von 38 und im Kreis Stonmarn sogar von 46 Prozent gerechnet werden. Daraus sei zu folgern daß täglich 45 00O Fahrzeuge die Kreuzung paissierwn.

Nicht zu unterschätzen sei bei allen Überlegungen die Stadt Norderstedt, die nach seinen Worten bis dahin auf 8Q 000 Einwohner angewachsen sein wird. "Diese neue Stadt hat aber den Gleisanschluß ihrer Industrie noch nicht gelöst, so daß sich der Güterverkehr ebenfalls über die Straße abwickelt!"

Den- Fraktionsvcwisitzentle der CDU, Paul Kuhn, bekannte sich ebenfalls zu der "großen Lösung": "Sie ist auf die Dauer bulliger, ejuehwenm sie teurer ist!" Der Hamburger Sensit sollte sich dar- über klar s*in, daß die Hansestadt an ihren Grenzen ndcht aufhört.

Hains von Stebut (FDP) schlug vor, schon jetzt das Linksabbiegen in der Langenhorner Chaiusssee zu unterbinden. "Das können wir uns auf dieser Straße nicht mehr taisten!" -tj-

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