Abstimmung in der Bezirksversammlung Eimsbüttel

Sternschanzen-Park muß erhalten bleiben

Der Sternschanzen -Park, die letzte große Erholungsfläche in Eimsbüttel, zwischen Schröderstiftstraße, Sternschanze und Kleiner Schäferkamp, muß erhalten bleiben! Der öffentliche Park darf weder für den Bau eines Studentenzentrums noch für die Erweiterung der Hamburger Universität freigegeben werden. Diesem CDU-Antrag stimmten in der Bezirksversammlung Eimsbüttel 13 Abgeordnete zu. Vier Abgeordnete stimmten dagegen und 14 Abgeordnete, die überwiegend der SPD angehören, enthielten sich der Stimme.

"Der Sternschanzen-Park ist durch den Bau der geplanten Stadtautobahn parallel zur S-Bahn auf das höchste gefährdet", beschwor der Abgeordnete Fox (CDU) die Bezirksversammlung. Er wies darauf hin. daß die Hälfte des Sportplatzes durch die Straßenplanungen verschwindet und Ersatz geschaffen werden muß, daß außerdem im südlichen Teil des Parks die Stadtautobahn das Grün bis zum Wasserturm beansprucht. ?Es gibt ernsthafte Planungen, ein Studenten-Center in diesem öffentlichen Park zu errichten und ihn damit

der Allgemeinheit zu entziehen. An einer Senatsvorlage wird bereits gearbeitet", meinte der CDU-Abgeordnete.

Abgeordneter Franz Listl (SPD): ?Auch wir sind der Meinung, daß man Grünflächen in Eimsbüttel erhalten muß. Auch wir sind gegen eine Massierung von Studentenheimen. Aber wir müssen berücksichtigen, daß rund um den Sternschanzen-Park vor allem in Richtung der Schäferstraße und .Agathenstraße ein großes Altbauviertel steht, das für eine Sanierung reif ist.

Ulrich Hartmann (SPD) fügte hinzu: "Niemand in diesem Hause ist für die Beseitigung von Parkanlagen. Aber wir müssen uns damit abfinden, daß sich bei Neuplanungen das Bild dieser Stadt allmählich ändert."

Das Abstimmungsergebnis zeigt, daß die Sprecher der SPD die meisten ihrer eigenen Abgeordneten nicht zu überzeugen vermochten. Sie enthielten sich der Stimme, so daß der Antrag als angenommen gilt. Eimsbüttels Meinung: "Hände weg vom Sternschanzen-Park" müssen Senat und Bürgerschaft zur Kenntnis nehmen. mor-

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