Vorschläge zur Verschönerung des Geländes erwünscht

Der Sternschanzenpark soll ein Erholungsgebiet werden

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-Im Niendorfer Gehege und im Stadtpark, in Planten un Blomen und rund um Hagenbecks Tierpark hat man in den vergangenen Jahren sehr viel getan, um diese herrlichen Grünflächen unserer Stadt attraktiv zu machen. Wann kön-

nen wir Eimsbütteler damit rechnen, daß unser lieber alter Sternschanzenpark mal etwas aufgefrischt und ein Erholungspark für jedermann wird?

Diese Zeilen schrieb Leser Ludwig Nowack aus der Schäferkampsallee an

die Redaktion. Das Hamburger Abendblatt greift diese und ähnliche Ideen auf und stellt hiermit eine Neugestaltung des Sternschanzenparks in Eimsbüttel zur Diskussion :

Jeder Eimsbütteler kennt das große Dreieck zwischen dem Kleinen Schäferkamp, der Schröderstiftstraße und der Sternschanze. Ein alter Park mit hohen Bäumen und weiten Grünflächen. Für viele Passanten war es erst möglich einen Blick in den Park zu tun, als beim U-Bahn-Neubau für die Behelfshaltestelle des U-Bahnhofs Schlump die nördliche Ecke des Parks freigelegt wurde. Erst seitdem ist für jedermann der Blick auf den alten Wasserturm^ einem Bau von Schumacher, frei geworden. Es wird nicht die einzige Veränderung sein, den der Sternschanzenpark über sich ergehen lassen muß.

Die geplante Stadtautobahn ? in einem halben Jahrzehnt Wirklichkeit ? wird für Auf- und Abfahrten von der Schröderstiftstraße her ein Sechstel des Sternschanzenparks beanspruchen. Was kann man tun, um den übrigen Sternschanzenpark für alle Eimsbütteler zu einem gern aufgesuchten Erholungspark zu machen?

Es gibt viele Mütter, die meinen, daß die unbenutzte Sandkiste im Süden des Parks zeige, daß die Kinder diesen Spielplatz nicht mögen. So könnte man doch an anderer Stelle, für die Mütter gut überschaubar, Kinderspielplätze mit Spielgerät anlegen. Sitzecken für die älteren Mitbürger, Schachecken und Skatecken würden dem Sternschanzenpark gut zu Gesicht stehen. Für die Kinder ab zwölf Jahren könnte in einer Ecke des Parks ein Bolzplatz eingerichtet werden, denn mitten in der Stadt können sie auf den Straßen nicht Fußball spielen.

Das Wahrzeichen Eimsbüttels, der Wasserturm, regte die Phantasie der Leser Heinz Treskow und Gertrud Haller aus der Gustav-Falke-Straße an. Sie meinen, daß man hier in diesem Turm vielleicht eine Amateur-Sternwarte oder einen Jugendklub, eine Bücherhalle oder ein kleines Museum einrichten könne. Es gibt sicher noch andere Möglichkeiten und Ideen.

Die Leser des Hamburger Abendblatts sind hiermit aufgefordert, unter, dem Stichwort "Sternschanzenpark" zu schreiben, wie sie diesen Park gestaltet wissen wollen. Dabei handelt es sich keineswegs um eine Aktion unerfüllbarer Wünsche. Denn die Bezirksversammlung Eimsbüttel hat den Stadtplanern den Auftrag gegeben, neue Ideen für den Sternschanzenpark zu entwickeln. Es wäre gut, wenn die Eimsbütteler, und darüber hinaus die Hamburger, dazu ihre Anregungen äu- ßern würden. GERHARD MORIZ

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