Briefe an das Hamburger Abendblatt

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Gefährliche Kreuzung

Immer wieder ereignen sidi folgenschwere Verkehrsunfälle an der Kreuzung Rothenbaumchaussee/Hansastra- ße. Den letzten sah ich am 20. August gegen 12.30 Uhr. Es wirft sidi die Frage auf, ob man, verkehrstechnisch gesehen, das Überqueren der vdelbefaihrenen Rothenibaumchiaussee verhindern kann.

Ich sehe folgende Möglichkeit: Für die Verkehrsteilnehmer der Hansastra- ße, die aus Richtung Mittelweg komimen, nur das Rechtsabbiegen ziu erlauben und den Verkehrsteilnehmern der Hansastraße, die aus Richtung Hochallee kommen, ebenfalls nur das Rechtsabbieben zu erlauben. Eine AmpelanJage wäre nicht zu empfehlen, da eine solche bereits an der Kreuzung Hallerstraße/Rothenbaumchaussee installiert ist.

Als fast täglicher Benutzer dieser Straße stand ich ab und an geschlagene fünf Minuten an der Kreuzung, bis es mir gelang, über die Straße zu kommen. In der Zwischenzeit hin idi aber schlauer geworden und fahre den Mittelweg hinunter und biege an der Fremdsprachenschule rechts ein Bei St. Johannis ? Mollerstraße ? Feldtxrunnenstraße ? Binderstraße ? Rothenbaumchaussee. Es hört sich zwar umständlich an, ist es aber nicht, da an der Kreuzung Btoderstraße/Rothenbaaimchiaussee eine Ampelanilajge vorhanden ist.

Volker Pätfold, Hbg. 13

Mensch und Erde

"Die jetzige bemannte Raumfahrt ist nur als Vorstufe für eine spätere Auswanderung' nadi anderen Planeten zu betrachten." So meint Leser Norbert Hilden im Hamburger Abendblatt vom 9./10. August. Ob Herr H. wohl weiß, daß jetzt bereits fast 8000 Menschen pro Stunde (200 000 pro Tag!) "abtransportiert" werden müßten, mir um die Anzahl der Erdbewohner konstant zu halten, d. h. nicht höher werden zu lassen? Und weiß er weiterhirv daß es beim Ansteigen der Bevölkerungszahl im heutigen Tempo um die Jahrhundertwende die doppelte Anzahl ? also 16 000 ? Menschen sein müßte, die Stunde um Stunde, Tag für Tag, Jahr für Jahr wegzukatapultieren wäre, um das oben aufgezeigte wünschenswerte Ziel zu erreichen?

Bleiben wir erst einmal auf dem (Erden-) Teppich -und versuchen wir, den Alpdruck der sich heusdireckemnäßig vermehrenden Menschen speziell in den unterentwickelten Gebieten zu beseitigen; durch welche Maßnahmen auch immer! Wenn das gelungen ist, und wenn dann die Technik so weit ist, den vom Leser H. angesprochenen Massenabtransport bewerkstelligen zu können, dann mag man welter Platz schaffen auf der Erde und dadurch vielleicht gänzlich die Worte "Hunger" und "Elend" aus unserem Vokabular streichen.

Karl sc-hwartins, Hbg. 55

Überhängende Zweige

Durch den steigenden Autoverkehr werden in den Vororten Hamburgs zwangsläufig die Fußwege für Radfahrer zur Mitbenutzung freigegeben. Mit dem Hinweis: "Radfahren erlaubt, Fußgängern ist auszuweichen." Welcher Radfahrer weicht aber wirklich aus? Durchweg wird durch rücksichtsloses Klingeln und mit überschnellem Fahren die Vorbeifahrt erzwungen. Ausgesprochene Radwege werden leider sehr oft von parkenden Autos blockiert.

Ein besonderes Hindernis, für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen gefährlich, sind auf die schmalen Fußwege überhängende Zweige. Es dürfte doch jedem Gartenbesitzer zuzumuten sein, auch ohne behördliche Aufforderung dafür Sorge zu tragen, daß überhängende Zweige zurüdcgeschnitten werdeii. Nach dem Wegegesetz ist der Anleger dazu verpflichtet. Radfahrer und größere Menschen können, besonders im Dunkeln, durch die Zweige Augen- und Kopfverletzungen davontragen. Ein Ausweichen auf die Fahrbahn ist wegen des Autoverkehrs auch gefährlich. E. M. Petar*, Hamburg ss

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