Vorgärten müssen weichen / Straße unter den Baikonen

Der Krohnstieg wird auf vier Spuren verbreitert

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Es ist soweit: Die Pläne für den Ausbau des Krohnstiegs ? Teilstück des äußeren Straßenringes zwischen Langenhorn und Niendorf ? sind fertig. Der Krohnstieg wird vierspurig ausgebaut. Die Osttangente ? Autobahnverbindung zwischen den Flughäfen Fuhlsbüttel und Kaltenkirchen ? wird sechsspurig.

Da die Vorplanung für dieses Objekt nicht weit vorausschauend war, werden der neuen Straßenplanung Vorgärten zum Opfer fallen und Bewohner von Neubauten vom Balkon aus den direkt unter sich fließenden Autoverkehr "genießen" können.

Die Zeichnung zeigt ein Teilstück der sechsspurigen Autobahn mit ihren Aufund Abfahrten am Krohn -t stieg. Weil am Samlandweg früher eine Bebauung zugelassen wurde, mußte die südliche Auf- und Abfahrt zur Osttangente auf die Seite der Straße St. Jürgens Holz gelegt werden und erfordert jetzt die Räumung mehrerer bebauter Grundstücke.

Am schwierigsten wird aber der Ausbau des Krohnstiegs zwischen Osttangente und Rittmerskamp. Um die jetzt zweispurige, kurvenreiche Straße zu verbreitern, müssen auf der südlichen Seite der Straße sämtliche Vorgärten geopfert werden. Der Gehweg geht dann unmittelbar vor den Hauseingängen der kleinen Einzelhäuser vorbei, von denen zwei wahrscheinlich abgerissen werden müssen. Auf der nördlichen Seite liegt die vor wenigen Jahren neu angelegte Siedlung Rittmerskamp. Es handelt sich um zwei- und dreigeschossige moderne Wohnblocks, die im Grünen eingebettet sind.

Bezirksabgeordneter Paul Kuhn (CDU): ..Wir haben vor

Jahren gefordert, daß dit neuen Häuser dieser Siedlung, die zum Krohnstieg hin gelegen sind, so angelegt werden, daß bei einer Verf breiterung des Krohnstieges noch genügend Platz für Geh- und Radwege verbleibt. Die Planer haben damals diese Forderung in den Wind geschlagen."

Wenn in den nächsten Jahren der Krohnstieg auf vier Spuren verbreitert wird, geht die neue Straßenlinie direkt unter den Baikonen eines neuen Wohnhauses entlang. GERHARD MORIZ

Beschwerde bei den Fraktionen

Beschwert bei den drei Fraktionen der Hamburgcr Bezirksversammlung Nord hat sich der Kommunal-Verein in Groß Borstel. Der Grund: Die Straße Deelböge wurde am 18. Juni wegen der geplanten Bauarbeiten für den Verkehr gesperrt. Jedoch erst am 2. Juli wurde mit diesen Arbeiten begonnen.

"Mit Erstaunen und Ver- ärgerung haben alle Benutzer dieses wichtigen Stra- ßenzuges feststellen müssen," heißt es in dem Schreiben des Kommunal-Vereins, "daß die Sperrung zu dem frühen Zeitpunkt völlig überflüssig war."

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